Nach einem sportlich wechselhaften halben Jahr planen die Hessen nach Sky Sport Informationen eine Trennung im Sommer - aber auch eine Blitz-Entscheidung bei einem Debakel gegen den BVB ist möglich. Mehrere Trainer-Kandidaten stehen bereits auf der Liste.
Von Florian Plettenberg, Dennis Bayer und Luca Sixtus
Albert Riera besitzt bei Eintracht Frankfurt noch einen Vertrag bis 2028 - doch die Zukunft des Cheftrainers ist alles andere als in Stein gemeisselt. Nach Sky Sport Informationen beschäftigen sich die Verantwortlichen der SGE intensiv mit der sportlichen Entwicklung und möglichen Alternativen auf der Trainerposition.
Der interne Plan sieht aktuell vor, sich - kostengünstig - erst nach Saisonende von Riera zu trennen. Hintergrund: Die sportlichen Leistungen unter dem 44-jährigen Spanier, der erst im Februar angeheuert war, blieben bislang hinter den Erwartungen zurück. Dennoch soll eine schnelle Eskalation möglichst vermieden werden.
Blitz-Trennung möglich - Jaissle ein Kandidat
Ein weiteres sportliches Debakel am Freitagabend (20:30 Uhr LIVE und EXKLUSIV bei Sky) gegen Borussia Dortmund könnte allerdings eine sofortige Trennung nach sich ziehen. Eine solche Blitz-Entscheidung gilt zwar als Option, wird klubintern jedoch als letzte Massnahme betrachtet.
Parallel dazu sondiert Frankfurt den Trainermarkt. Nach Sky Sport Informationen stehen vier Kandidaten auf der Liste. Einer davon ist Matthias Jaissle. Der frühere Bundesliga-Profi und aktuelle Coach von Saudi-Klub Al-Ahli gilt als taktisch flexibel, entwicklungsstark und international erfahren - Eigenschaften, die besonders im Hinblick auf die Europa-Ambitionen der Eintracht geschätzt werden.
Riera bislang ohne grossen Effekt in Frankfurt
Riera war erst im Februar von NK Celje aus Slowenien nach Frankfurt gewechselt. Seine Stationen im internationalen Fussball brachten ihm den Ruf eines modernen, detailverliebten Trainers ein.
Bei der SGE setzt Riera vor allem auf ballorientierten Fussball und ein variables Pressing. Die Zwischenbilanz fällt durchwachsen aus: Nach bislang zwölf Bundesliga-Spielen stehen vier Siege, vier Unentschieden und vier Niederlagen zu Buche. Dabei war attraktiver Fussball nur selten zu sehen. Aktuell rangiert die Eintracht auf dem achten Tabellenplatz und bangt zwei Spieltage vor Schluss um die Teilnahme am internationalen Geschäft.
"Ich mache mir keine Gedanken über meine Zukunft, das ist nicht wichtig. Es zählt nur das Team und in diesen zwei Spielen Punkte zu holen. Ich weiss aber ganz genau, wie es in diesem Beruf abläuft. Ich sage selber zu mir, 'Albert wenn du nicht genug gewinnst, dann halt ein anderer'. So ist es. Wir müssen akzeptieren - angefangen bei mir -, dass man, wenn man nicht gewinnt, auch Kritik hinnehmen muss", sagte Riera selbst auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim BVB.
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