Dabei geht es um Straftaten wie Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung sowie Ticketbetrug, teilte die Polizeidirektion Dresden mit. Ob Personen aus beiden Fanlagern betroffen sind, blieb zunächst unklar.
Die Fan-Ausschreitungen beschäftigen auch den Deutschen Fussball-Bund (DFB). "Wir können Ihnen bestätigen, dass der DFB-Kontrollausschuss nach den Vorkommnissen im Rahmen des Zweitligaspiels zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC zu Beginn der neuen Woche Ermittlungsverfahren gegen beide Vereine einleiten wird", teilte der Verband auf Anfrage mit. In einem ersten Schritt werden dann beide Vereine schriftlich zu Stellungnahmen aufgefordert, hiess es vom DFB.
Aus beiden Fanlagern war zunächst Pyrotechnik gezündet worden. Danach kletterten Anhänger beider Teams über die Zäune. Dresdner Anhänger rannten vermummt entlang des Spielfeldes zum Hertha-Fanblock. Pyrotechnik wurde hin und her geschossen. Schiedsrichter Sven Jablonski musste die Begegnung unterbrechen und schickte die Teams nach den Krawallen in die Kabine. Polizisten versuchten, die Dynamo-Anhänger zurück in ihren Block zu drängen. Dort wurde dann eine Hertha-Fahne abgebrannt.
Laut Polizei hatten zunächst Gästefans eine Absperrung überwunden und waren in den Innenraum eingedrungen, was durch Sicherheitspersonal nicht verhindert werden konnte. Von Dresdner Seite aus hätten etwa 60 Leute die Absperrung überwinden können. "Einsatzbeamte betraten daraufhin den Innenraum des Stadions und trennten die beiden Lager. Das Spielfeld wurde in der Folge durch die Polizei gesichert. Das Spiel musste für etwa 20 Minuten unterbrochen werden", teilte die Polizei mit.
750 Polizisten aus mehreren Bundesländern im Einsatz
Später hätten etwa 600 Gästefans in Begleitung der Polizei vorzeitig das Stadion verlassen und die Heimreise angetreten. Laut Polizei waren 750 Polizisten im Einsatz. Die Polizeidirektion Dresden wurde von Polizisten aus Bayern und Thüringen sowie der Bereitschaftspolizei Sachsen unterstützt. Hertha BSC gewann das Spiel trotz Unterzahl mit 1:0.
SID
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