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Erster Meistertitel für Rychenberg Winterthur und Bern-Burgdorf

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Die Männer von Rychenberg Winterthur und die Frauen von Bern-Burgdorf sind zum ersten Mal Schweizer Meister im Unihockey.

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Bei den Spielern von Rychenberg Winterthur brechen nach den Paraden von Eric Kunz im Penaltyschiessen alle Dämme © KEYSTONE/TIL BUERGY

Das in dieser Saison von der Trainer-Ikone Philippe Soutter gecoachte Rychenberg setzte sich im Superfinal in der Freiburger BCF-Arena vor mehr als 8800 Zuschauern als Siebter der Qualifikation gegen Titelverteidiger Zug United im Penaltyschiessen 2:1 durch. Bern-Burgdorf entthronte im Duell mit Kloten-Dietlikon den Serienmeister der letzten Jahre mit einem 4:2.

Im Final der Männer rettete sich Zug nach einem 0:4-Rückstand noch in die Verlängerung. Nach hart umkämpften fünf Extraminuten, in der sich die Teams nichts schenkten und Topchancen auf beiden Seiten ungenutzt blieben, musste das Penaltyschiessen über den neuen Meister entscheiden. In diesem setzte sich Rychenberg schliesslich durch - auch, weil Goalie Eric Kunz die Nerven nicht versagten und er vier der fünf Zuger Penaltys parierte.

Auf dem Papier schien die Partie im Vorfeld eigentlich wie David gegen Goliath. Der HCR hatte die Qualifikation als Siebter beendet und war noch nie Meister. Zug war als Zweiter der Qualifikation und Meister der letzten beiden Jahre klarer Favorit.

Doch bis kurz vor Ende des zweiten Drittels war von einer Zuger Überlegenheit nichts zu sehen. 4:0 führte Rychenberg nach einem Tor im ersten und drei im zweiten Drittel. Auch dank des starken Kunz, der seinen Kasten fast 40 Minuten lang reinhielt, fand Zug erst in der Schlussphase des zweiten Drittels richtig ins Spiel. Noch vor dem zweiten Pausenpfiff verkürzten Zugs finnische Hochkaräter Miko Kailiala und Justus Kainulainen in der Folge auf 2:4 - plötzlich war die Spannung im Superfinal zurück.

Endgültig alles wieder offen war dann 15 Minuten vor Schluss, als Zug die Partie dank zwei Treffern innert zwei Minuten ausgeglichen hatte. Bei diesem Stand blieb es dann auch, bis Kunz im Penaltyschiessen den letzten Versuch von Robin Nilsberth parierte und Rychenberg Winterthur erlöste.

Entscheidend für den Sieg von Bern-Burgdorf war Dana Misteli, die Topskorerin des Teams. Im ersten Drittel traf sie zum Ausgleich und - viel wichtiger - rund drei Minuten vor Schluss zum Sieg. Die BCF-Arena kochte über, während Misteli mit ihren Mitspielerinnen jubelte. Kloten-Dietlikon musste sich derweil erstmals seit 2019 im Superfinal geschlagen geben, nachdem sie seither jedes Jahr triumphiert hatten.

Für die Bernerinnen ist der Meistertitel die Krönung einer bereits starken Saison. Zwar waren die Favoritenrollen vor dem Finalspiel der Frauen nicht klar verteilt gewesen. Mit Kloten-Dietlikon war auch für Bern-Burgdorf als Qualifikationssiegerinnen klar, dass ein starker Gegner warten würde.

Doch davon liessen sich die erstmaligen Finalistinnen nicht aus der Ruhe bringen. Mit dem Treffer von Tanja Kyburz ins leere Tor von Kloten-Dietlikon war spätestens 21 Sekunden vor dem Schlusspfiff klar, dass sich ein neues Team in die Liste der Meisterinnen eintragen würde.

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