Gianluca Prestianni wäre auch an der WM gesperrt
Die FIFA hat die von der UEFA verhängte Sperre gegen den Argentinier Gianluca Prestianni auf die Weltmeisterschaft ausgeweitet. Dies teilte der Weltverband am Donnerstag mit.
Sollte der Flügelspieler von Benfica Lissabon für die argentinische Nationalmannschaft nominiert werden, würde er bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada die ersten beiden Spiele verpassen. Titelverteidiger Argentinien startet am 17. Juni gegen Algerien ins Turnier und trifft fünf Tage später auf Österreich. Komplettiert wird die Gruppe durch WM-Neuling Jordanien.
Der europäische Verband UEFA hatte Prestianni vor zwei Wochen für sechs Partien gesperrt, drei davon auf Bewährung. Der 20-Jährige war im Champions-League-Spiel gegen Real Madrid Mitte Februar mit Real Madrids Vinicius Junior aneinandergeraten. Dabei soll sich Prestianni homophob geäussert haben. Bei seiner verbalen Entgleisung hatte er seinen Mund mit dem Trikot verdeckt.
Nach dem Vorfall hatte das International Football Association Board (IFAB) vergangene Woche einen Vorschlag der FIFA als Regeländerung beschlossen. Demnach kann das Verdecken des Mundes bei Beleidigungen künftig als Platzverweis gewertet werden.
Ob Prestianni von Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni in den WM-Kader berufen wird, ist offen. Prestianni kam bislang nur einmal bei einem Testspiel im November für die Albiceleste zum Einsatz. Wird er nicht für die WM berücksichtigt, sitzt er die restlichen Spiele seiner Sperre in einem UEFA-Wettbewerb der kommenden Saison ab.