Von Hartmut von Kameke gab es direkt Glückwünsche und ein "Welcome back" zur Rückkehr in die zweithöchste Spielklasse.
Von Mathis Gerlach
Dem Team in Lila und Weiss von der Bremer Brücke gelang erneut im zweiten Jahr nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga der Wiederaufstieg - dieses Mal allerdings ohne den Umweg über die Relegation. Schultz und seine Mannschaft steigen als Meister auf und konnten den Titel sogar schon vor dem eigenen Anpfiff feiern.
Als durchaus "skurril" bezeichnete Schultz die Situation, durch die Ergebnisse auf den anderen Plätzen bereits am Samstagabend den Aufstieg und am Sonntag vor dem eigenen Auswärtsspiel auf dem Parkplatz sogar die Meisterschaft feiern zu können. Aber: "Die Jungs haben durchgezogen - sowohl Samstagabend als auch beim Spiel", erklärt der 48-Jährige.
2. Bundesliga ist kein Neuland
Für Schultz ist die 2. Liga ebenso wenig Neuland wie für den Verein. Bereits zweieinhalb Jahre trainierte er den FC St. Pauli, der in der kommenden Saison sogar wieder ein Gegner des VfL werden könnte.
"Ich bin mir sicher, dass wir konkurrenzfähig sind", so Schultz. "Ich habe Bock auf die Liga, ich habe auch Bock darauf, Ausrufezeichen zu setzen und die grossen Gegner zu ärgern. Ich bin mir sicher, dass wir eine richtig gute Rolle spielen können."
Der Anspruch, direkt das eine oder andere Ausrufezeichen setzen zu wollen, ist löblich. Dennoch dürfte das primäre Ziel zunächst der Klassenerhalt sein - auch wenn Schultz lieber davon spricht, "eine gute Saison zu spielen". Eine Wiederholung der Spielzeit 2023/24, als Osnabrück als Tabellenletzter direkt wieder abstieg, soll es jedenfalls nicht geben.
Schultz hat grosses Vertrauen ins Team
Dabei ist sich der Cheftrainer bewusst, dass die Mittel eines Aufsteigers begrenzt sind. "Wir werden natürlich auf die Jungs bauen, mit denen wir aufgestiegen sind. Wir werden uns punktuell verstärken", erklärt Schultz. Auch am Spielstil soll sich wenig ändern.
Das Vertrauen in seine Mannschaft ist gross: Wir stehen nicht umsonst da, wo wir stehen. Wir müssen nicht gross anpassen und zwölf neue Leute holen."
Ohne Trainer nach Mallorca
Bevor jedoch die Vorbereitung auf die neue Zweitliga-Saison beginnt, darf in Osnabrück erst einmal gefeiert werden. Schalke machte unter der Woche bereits vor, wie so etwas aussehen kann - selbst Miron Muslic begleitete seine Mannschaft. Schultz hingegen wird seine Spieler nicht nach Mallorca begleiten.
"Ich will nicht mit", erklärt er trocken und sorgt damit bei Torsten Mattuschka direkt für Gelächter, der sich eine Reise nach Mallorca wohl nur in Ausnahmefällen hätte entgehen lassen.
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