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In Unterzahl & mit Traumfreistoss: USA schmeissen Bosnien raus

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Die Nationalmannschaft der USA hat sich bei der WM auf eigenem Boden für das Achtelfinale qualifiziert.

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Malik Tillmann (M.) feiert sein Tor für die USA. © Imago

Die Nationalmannschaft der USA hat sich bei der WM auf eigenem Boden für das Achtelfinale qualifiziert.

Die überlegene Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino besiegte Bosnien-Herzegowina in Unterzahl 2:0 (1:0) und trifft nun am Montag in Seattle auf Belgien.

Verzichten müssen die USA dabei auf Torschütze Folarin Balogun (45.), der wegen groben Foulspiels vom Platz flog (64.). Den Sieg stellte danach Malik Tillman von Bayer Leverkusen mit einem Traum-Freistoss sicher (82.). "Ich habe das im Training geübt, ich war selbstbewusst, und zum Glück ist er reingegangen", sagte der gebürtige Nürnberger. Dass die USA in Unterzahl so gut dagegenhielten, ergänzte er, "zeigt unseren Charakter. Wir sind immer füreinander da, und dieser Tag hat es gezeigt."

Alu-Pech und Abseitstor

Der stets gefährliche Balogun hatte kurz vor der Pause die erste echte Chance der Amerikaner zu seinem dritten Turniertor genutzt, ausserdem die Latte getroffen (45.+8). Ein Treffer wurde ihm wegen Abseits aberkannt (31.). Nach einem unbeabsichtigten Tritt gegen Tarik Muharemovic stellte ihn Schiedsrichter Raphael Claus aus Brasilien wegen groben Foulspiels allerdings vom Feld. Bosniens Edin Dzeko hatte zuvor verletzt das Feld verlassen (51.).

USA Nationalmannschaft

  • WM Teilnahmen: 11 (zuletzt 2022)
  • WM-Rekordtorschütze: Landon Donovan (5 Tore)
  • WM-Rekordspieler : Landon Donovan (12 Spiele)
  • FIFA-Weltrangliste: 16. Platz (Stand: 06/2026)
  • Beste WM-Platzierung : 3. Platz (1930)

Auch ohne ihren Kapitän erhöhten die Bosnier nach dem Platzverweis zwangsläufig den Druck. Vor allem der eingewechselte "Milwaukee Messi" Esmir Bajraktarevic, geboren im US-Bundesstaat Wisconsin, sorgte für Gefahr. Die Amerikaner aber wehrten sich engagiert, setzten immer wieder Nadelstiche - und machten durch Tillmans Freistosstreffer alles klar.

"Es geht um Alles"

Pochettino hatte vor dem Spiel erklärt, seine Mannschaft werde die Begegnung angehen wie "das Finale der WM, es geht um alles, es gibt keine zweite Chance." Das 2:3 zum Abschluss der Gruppenphase gegen die Türkei? "Ein bisschen belanglos." Und so trat seine Mannschaft selbstverständlich wieder in Bestbesetzung an - und sehr dominant auf.

Im Stadion der San Francisco 49ers war auch Christian Pulisic, der zuvor nur 77 Minuten bei dieser WM absolviert hatte, wieder von Beginn an dabei - und gleich permanenter Unruheherd. Die USA kontrollierten das Spiel, verschärften immer wieder das Tempo, zeigten guten Kombinationsfussball, bearbeiteten die Abwehr der Bosnier hartnäckig.

Defensiv diszipliniert

Mehr als der Abseitstreffer von Balogun sprang zunächst nicht heraus für die Amerikaner. Die Bosnier, im Dezember 2021 die letzte europäische Mannschaft, gegen die den USA ein Sieg gelungen war, traten defensiv diszipliniert auf - bis kurz vor der Pause: Eine verunglückte Grätsche von Stjepan Radeljic landete bei Balogun, der verwandelte eiskalt - und diesmal regulär. Kurz darauf traf der 24-Jährige noch die Latte.

Gelegenheiten für Bosnien? Es gab zunächst nur eine: Ermedin Demirovic vom VfB Stuttgart prüfte mit einem strammen Schuss Torhüter Matt Freese (10.). Die Bosnier hatten sich erst im letzten Playoff-Spiel gegen Italien (4:1 i.E.) für die WM qualifiziert, waren dann als Gruppendritter hinter der Schweiz und Kanada in die K.o.-Runde gerutscht.

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