Der FCB muss seinen Kampf um den ersten Titel der Saison ohne Jamal Musiala in Angriff nehmen.
Das bestätigte Cheftrainer Vincent Kompany am Freitagmorgen auf der Pressekonferenz vor dem Franz-Beckenbauer-Supercup am Samstag (Anpfiff um 20:30 Uhr LIVE bei Sky Sport) gegen Borussia Dortmund. Der Belgier erklärte: "Nein, er ist nicht im Kader". Musiala werde in der kommenden Woche individuell trainieren.
Der Coach wolle den Spieler erstmal nicht überfordern: "Es geht nur darum, dass wir wollen, dass er eine Adaption macht in seiner Behandlung, ohne, dass wir nochmal etwas dazu machen". Der Klub wisse schon seit geraumer Zeit um die Situation: "Wir gehen schon seit Längerem damit um. Der erste Schockmoment ist für uns schon länger her. Seitdem haben wir viel mehr Informationen bekommen, viel besser die Situation verstanden", so Kompany."Jamal bekommt die Unterstützung von jedem. Aber wir sind schon über den Punkt hinaus, dass intern viel darüber gesprochen wird."
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Auch Sport-Vorstand Max Eberl bekräftigte, der FC Bayern sei bereits lange im Bilde: "Wir händeln das schon seit einer langen Zeit intern. Das in Absprache mit den Neurologen, das in Absprache mit den Mannschaftsärzten, mit den Trainern. Die Spieler wissen alle Bescheid. Für uns ist das ein Alltag geworden."
Zwei Zusammenbrüche in der Vorbereitung
Zuvor berichteten bereits unter anderem die Münchner tz und die Bild über die Entscheidung Kompanys, den 23-jährigen Superstar des Rekordmeisters nicht mit nach Dortmund zu nehmen.
Musiala war bei der Supercup-Generalprobe in Heidenheim am Dienstag zum zweiten Mal in nur vier Tagen auf dem Platz zusammengebrochen. Der Nationalspieler sprach nach dem erneuten Drama von "temporär kurz auftretenden, aber gut behandelbaren Absencen, die auf eine neurologische Dysfunktion" zurückzuführen seien. Ihm gehe es gut, er wolle den Fans "auch die Sorgen nehmen. Es besteht kein darüber hinausgehendes gesundheitliches Risiko."
Trainer Kompany gab auf der Pressekonferenz auch einen Einblick in die Hintergründen zu den Zwischenfällen: "Er hat mit seiner Behandlung etwas geändert, dann hat er Nebenwirkungen gehabt. Deswegen ist es dieses erste und dann auch das zweite Mal passiert. Das ist völlig normal, dass man in einer Behandlung mal etwas Neues probiert. Jetzt wollen wir es wieder so zurückhaben, wie es vorher war, als noch keiner etwas gewusst hat. Deswegen wird es seine Leistung auch irgendwann nicht mehr beeinflussen."
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