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Motoren-Zoff: FIA überrascht mit früherer Anpassung

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Weiterhin glüht der Motoren-Streit um den neuen Mercedes-Antrieb in der Königsklasse.

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Probleme für Mercedes? Die FIA verkündet eine frühere Anpassung der Motorenüberprüfung. © DPA pa

Weiterhin glüht der Motoren-Streit um den neuen Mercedes-Antrieb in der Königsklasse.

Die Debatte über den neuen Verbrenner mit Stern, der seine Kompression über den erlaubten Höchstwert tricksen kann und somit Leistung gewinnt, bringt eine neue Überraschung hervor.

Noch während der Testfahrten verkündete der Weltmotorsportverband FIA ein neues Messverfahren der Motoren, dass ab dem 1. August eingeführt werden solle und das Schlupfloch im Reglement, dass Mercedes ausnutzt, schliessen könnte.

So nutzt der Motor aus Brackley wohl Komponenten, die sich unter Temperaturänderungen ausdehnen und das Kompressionsverhältnis im Betrieb vom erlaubten Verdichtungsverhältnis von 16:1 auf 18:1 erhöhen können. Überprüft wird der Motor nur bei Raumtemperatur. Eine Abstimmung unter den Herstellern sollte diese Regeländerung besiegeln (Sky Sport berichtete).

Frühere Anpassungen

Doch am Wochenende vor dem ersten Rennen in Australien (Start am 8. März LIVE auf Sky Sport) überrascht die FIA nun mit einer Anpassung seines Regelwerks. In der aktualisierten Fassung ist der Original-Absatz zum Prüfverfahren der Motoren fast komplett ersetzt worden. In der neuen Version heisst es nun:

"Kein Zylinder des Motors gemäss C5.1.3 darf ein geometrisches Verdichtungsverhältnis von mehr als 16,0 aufweisen, gemessen unter den folgenden Bedingungen:

- Bis zum 31. Mai 2026: wenn der Motor Umgebungstemperatur hat

- Vom 1. Juni 2026 bis zum 31. Dezember 2026: wenn der Motor Umgebungstemperatur hat sowie wenn der Motor eine Temperatur von 130 °C hat. Alle Komponenten, Baugruppen, Mechanismen oder integrierten Anordnungen von Komponenten, die dazu ausgelegt sind oder dazu dienen, das Verdichtungsverhältnis unter Betriebsbedingungen über 16,0 zu erhöhen, sind verboten.

Das Verfahren zur Bewertung der Einhaltung dieses Artikels muss von jedem PU-Hersteller gemäss den Anweisungen im Dokument FIA-F1-DOC-042 festgelegt werden. Dieses Verfahren muss von der technischen Abteilung der FIA genehmigt und in die Homologationsunterlagen des PU-Herstellers aufgenommen werden."

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Konkret soll die erwartete Anpassung also zwei Monate früher in Kraft treten als ursprünglich angenommen. Zudem scheint Mercedes diesen Anpassungen zugestimmt zu haben.

FIA spricht von "Kompromisslösung"

Auf Anfrage von PlanetF1 sagte die FIA dazu: "Änderungen an den FIA-Formel-1-Regeln für 2026 wurden vom Weltmotorsportrat einstimmig per E-Vote genehmigt. Einige Aspekte der Änderungen wurden zeitgleich einstimmig von den Herstellern der Formel-1-Antriebseinheiten bestätigt. Die FIA hat sich um eine Kompromisslösung bemüht, wonach die Verdichtungsrate ab dem 1. Juni 2026 sowohl unter heissen als auch unter kalten Bedingungen und ab 2027 nur noch unter Betriebsbedingungen (130 °C) geregelt wird."

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