Davon profitieren Stars wie Argentiniens Nicolas Otamendi und Ecuadors Moises Caicedo trotz Platzverweisen – ebenso hatte zuvor schon Cristiano Ronaldo grünes Licht für die Weltmeisterschaft erhalten.
Die beispiellosen Entscheidungen vom Freitag sind Teil einer Begnadigung für alle bis auf die schwersten Disziplinarstrafen aus den WM-Qualifikationsspielen, die vom FIFA-Präsidium - einem Gremium bestehend aus FIFA-Präsident Gianni Infantino und den Präsidenten der sechs kontinentalen Fussballverbände - veranlasst wurde.
"Einzelne gelbe Karten und ausstehende Sperren von einem oder zwei Spielen […] werden nicht auf das Endturnier übertragen", erklärte die FIFA in einer Stellungnahme und fügte hinzu, sie wolle sicherstellen, dass die Mannschaften "auf der grössten Bühne des internationalen Männerfussballs mit ihren bestmöglichen Kadern antreten können".
CR7-Sperre auf Bewährung
Dies folgt auf eine frühere Disziplinarentscheidung der FIFA, die sicherstellte, dass Cristiano Ronaldo trotz einer Roten Karte, die er im vorletzten Qualifikationsspiel von Portugal im November erhielt, weil er einen irischen Gegner mit dem Ellbogen getroffen hatte, kein WM-Spiel verpassen wird.
Die verbleibenden zwei Spiele von Ronaldos Sperre von drei Spielen wurden auf eine einjährige Bewährungsfrist verschoben.
Stars fehlen erst nach der WM
Otamendi und Caicedo erhielten beide Rote Karten beim 1:0-Sieg Ecuadors gegen Argentinien im September. Otamendi erhielt eine direkte Rote Karte für ein Foul an einem Stürmer, der frei auf das Tor zulief, und Caicedo bekam eine zweite Gelbe Karte für ein hartes Tackling.
Ihre obligatorischen Sperren für jeweils ein Spiel müssen nun nach der Weltmeisterschaft in einem anderen Wettbewerb verbüsst werden.
Argentinien beginnt die Verteidigung seines Weltmeistertitels am 16. Juni in Kansas City in der Gruppe J gegen Algerien.
Sollte er nominiert werden, wird der 38-jährige Otamendi wahrscheinlich bei seiner vierten und letzten Weltmeisterschaft spielen. Der Innenverteidiger von Benfica nahm auch an den Turnieren 2010, 2018 und 2022 teil, als er in Katar jede Minute aller sieben Spiele Argentiniens bestritt.
Ecuador trifft in der Gruppe E, zu der auch das DFB-Team zählt, am 14. Juni in Philadelphia auf die Elfenbeinküste. Der 24-jährige Mittelfeldspieler des FC Chelsea, Caicedo, spielte vor vier Jahren ebenfalls in Katar.
Katar-Verteidiger profitiert ebenfalls
Die Entscheidung der FIFA vom Freitag kommt auch dem katarischen Verteidiger Tarek Salman zugute, der im Oktober gegen die Vereinigten Arabischen Emirate vom Platz gestellt wurde. Die FIFA-Disziplinarkammer verhängte eine Sperre von zwei Spielen.
Der 28-Jährige, der 2022 zum Kader des Gastgeberlandes gehörte, wurde nun für den WM-Auftakt Katars in der Gruppe B gegen die Schweiz am 13. Juni im Stadion der San Francisco 49ers freigegeben.
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