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Niederlechner exklusiv || "Ich wollte den Verein nicht im Stich lassen"

Ausserdem äussert er sich zum Start in der Regionalliga und den euphorischen "Löwen"-Fans.

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Florian Niederlechner kehrte zu seinem Herzensverein zurück. © Imago

Ausserdem äussert er sich zum Start in der Regionalliga und den euphorischen "Löwen"-Fans.

Florian Niederlechner über …

… seine Rückkehr zum TSV 1860 München: "Ich habe es mir früher schon gewünscht. Ich war schon in der Jugend, in der Kurve gestanden, bei jedem Spiel im Stadion. Dann bin ich damals in der Jugend bei den Löwen rausgeflogen und einen anderen Weg gegangen. Ich war lange weg über Unterhaching, dann nach Mainz, Freiburg, Augsburg und zur Hertha. Dann bin ich sehr froh gewesen, dass es am Ende der Karriere geklappt hat, dass ich doch noch zu meinem Herzensverein zurückkommen konnte. Ich bin sehr glücklich, dass alles so funktioniert hat. Den Löwen auf der Brust zu tragen und ein Spieler dieses Vereins zu sein, das war schon sehr wichtig, dass ich das noch in meiner Karriere drin habe."

… die Bedeutung des TSV 1860 München: "Es war einfach früher schon so: Wenn du in der Nähe von München aufgewachsen bist, dann gab es Rot oder Blau. Ich bin in einer Familie grossgeworden, in der fast alle für Blau waren. Dann ist das einfach so, denn du hast es im Blut. Ich war als Kind natürlich auch immer im Stadion. Der TSV 1860 München war mein Verein, so wie der eine im Ruhrpott eben Dortmund-Fan ist. Bei mir war es halt so, dass ich ein Blauer bin. Das hat sich natürlich bei mir auch durch die ganzen Stadionerlebnisse, durch die vielen Idole als junger Fussballer entwickelt. Ich bin nach wie vor sehr stolz, ein Löwe zu sein."

… seine Löwen-Idole als junger Kicker: "Also mein erstes Trikot war von Peter Nowak. Aber ich hatte viele Spieler - unter anderem auch Thomas Hässler. Mein grösstes Idol war natürlich Benny Lauth."

… die Euphorie der Löwen-Fans beim Regionalliga-Heimspiel gegen Augsburg II: "Ich habe die Stimmung schon im Vorfeld mitbekommen, die ganze Euphorie um den Klub herum. Darum war ich gar nicht überrascht. Es ist einfach Freude pur gewesen. Es war echt Gänsehaut ohne Ende. Vor allem bei meinem Tor. Ich habe selten so eine Stimmung im Stadion erlebt. Da ist das Grünwalder Stadion explodiert. Schade, dass wir das Spiel am Ende nicht gewonnen hatten, wir hätten es einfach verdient. Aber die Stimmung muss ich jetzt sagen: Ich habe schon viele überragende Kulissen im Grünwalder Stadion erlebt, aber jetzt gegen Augsburg II war schon mit Abstand die Beste. Von der Westkurve, Stehhalle, Haupttribüne, alles drumherum war wirklich sehr, sehr positiv. Es gab nichts Negatives. Man muss echt sagen: Das war richtig geil. Das war von der Stimmung her wirklich Bundesliga."

… den Neustart der Löwen in der Regionalliga: "Jetzt sind wir von der KGaA weg, haben eine eigene Spielbetriebs-GmbH aufgemacht. Das ist für viele Fans etwas sehr, sehr Schönes. Es heisst ja auch: 'Freiheit für Sechzig'. Ich glaube, da ist jetzt schon vieles möglich. Es ist ein kompletter Neustart. Klar ist das besonders, jetzt dabei zu sein, wenn man die Mannschaft irgendwann wieder nach oben führen kann. Aber da braucht man auch ehrlich gesagt jetzt noch nicht drüber sprechen, weil einfach vieles noch neu ist. Wir hatten kaum eine gemeinsame Vorbereitung als Mannschaft. Trotzdem ist es ein Neustart, ein Neuanfang für den Verein. Ich glaube, da kann sich in Zukunft schon etwas richtig Geiles entwickeln."

… seine Gedanken nach dem Zwangsabstieg: "In meinem Urlaub ging es los. Eigentlich dachte ich mir: 'Ja gut, irgendwie kriegt das der Verein schon hin.' Dann habe ich natürlich auch den News-Ticker im Urlaub verfolgt. Als dann feststand, dass es nicht weitergeht, dass wir zwangsabsteigen müssen, dass das Geld nicht geflossen ist, war das ein Schock im Urlaub. Das hat mir auch echt die Tage im Urlaub vermasselt. Aber als ich dann mitbekommen habe, dass es mit einem Neustart richtig weitergeht, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich habe dann auch ziemlich schnell über meinen Berater signalisiert, dass ich auf alle Fälle dabei sein will. Ich wollte den Verein nicht im Stich lassen, vor allem wenn es sehr, sehr schwer läuft. Ich war dann schon sehr froh, als ich am Ende des Tages wieder unterschrieben habe."

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