PSG gegen Aston Villa in der Favoritenrolle
Am Mittwoch wird in Salzburg bereits um den ersten europäischen Titel der Saison gespielt. Im 51. Supercup trifft Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain auf den Europa-League-Sieger Aston Villa.
58 Zentimeter hoch und 12,2 Kilogramm schwer ist die Trophäe, die der Sieger des europäischen Supercups erhält. Paris Saint-Germain sicherte sich den Pokal vor einem Jahr nach einem dramatischen Ende gegen Tottenham - die Franzosen holten in den letzten Minuten einen 0:2-Rückstand auf und setzten sich im Penaltyschiessen durch.
Aston Villa hat den Supercup ebenfalls bereits einmal gewinnen können. 1983 setzten sich die Engländer in Hin- und Rückspiel gegen den FC Barcelona durch (0:1, 3:0 n.V.). Für den damaligen Triumph gab es die 42,5 cm kleine und 5 kg leichte Vorgängerversion des heutigen Pokals, der seit 2006 übergeben wird.
Beide Teams streben also nach dem zweiten europäischen Supercup der Vereinsgeschichte, wobei der Champions-League-Sieger aus Paris in der Favoritenrolle ist - nicht nur aufgrund des Fakts, dass sich in den letzten 13 Supercup-Austragungen zwölfmal der Champions-League-Sieger durchsetzte.
Das Team um Captain Marquinhos blieb grossmehrheitlich zusammen. Die Abgänge der Ergänzungsspieler Gonçalo Ramos, Randal Kolo Muani und Kang-in Lee brachten über 150 Millionen Euro ein. Ein Drittel dieser Einnahmen gab der französische Meister für Maghnes Akliouche aus, der aus Monaco kam und die ohnehin bestens besetzte Offensive weiter verstärken soll. Mit Lucas Digne kehrte zudem ein erfahrener Aussenverteidiger in den Prinzenpark zurück. Der 33-Jährige spielte bereits von 2013 bis 2015 für PSG und wechselt - ausgerechnet - von Aston Villa an die Seine.
Digne ist einer von vielen Abgängen beim Europa-League-Sieger aus Birmingham. Am meisten schmerzen Trainer Unai Emery die Verluste von Morgan Rogers (zu Chelsea) und Youri Tielemans (zu Manchester United), die zusammen rund 180 Millionen Euro in die Kasse spülten.
Geld, das unter anderem in Johan Manzambi reinvestiert wurde, der für die klubinterne Rekordablöse von rund 60 Millionen Euro von Freiburg losgeeist wurde. Doch der Schweizer Nationalspieler steht Emery nach seiner an der WM erlittenen Knieverletzung noch nicht zur Verfügung. Wie "The Athletic" schreibt, arbeite der 20-Jährige derzeit in Spanien unter der Betreuung des Kniespezialisten Jurdan Mendiguchia am Comeback. Man hoffe, dass eine Rückkehr auf den Platz nur eine Frage von Wochen und nicht von mehreren Monaten sei.
Ohnehin ist fraglich, ob die beiden Teams nach der WM und der entsprechend kurzen Vorbereitung in Bestbesetzung antreten werden. Einer, der mit Sicherheit im Vollbesitz seiner Kräfte ist, ist Omar Artan. Dem Schiedsrichter aus Somalia wurde die Einreise in die USA verweigert, nachdem er von der FIFA für die WM nominiert worden war. Nun kann der 34-Jährige sein Können in Salzburg zeigen.