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Remis beim brisanten Auftakt: Iran gleicht zweimal aus

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La-Ola-Welle, euphorische Fans - aber kein Traumstart: Irans Fussballer haben sich nach vielen Widerständen und einer komplizierten Vorbereitung zum Start ihrer politisch aufgeladenen WM-Teilnahme einen Punkt erkämpft.

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Trennen sich Unentschieden: Iran und Neuseeland. © Imago

La-Ola-Welle, euphorische Fans - aber kein Traumstart: Irans Fussballer haben sich nach vielen Widerständen und einer komplizierten Vorbereitung zum Start ihrer politisch aufgeladenen WM-Teilnahme einen Punkt erkämpft.

Das Team Melli von Trainer Ali Ghalenoei trennte sich in seinem WM-Auftaktspiel vor mitreissender Kulisse in Los Angeles 2:2 (1:1) von Aussenseiter Neuseeland.

Iran erkämpft sich Remis

Elijah Just (7., 55.) brachte Neuseeland zweimal in Führung, doch Ramin Rezaeian (32.) und Mohammad Mohebi (65.) sicherten den Iranern, die im gigantischen SoFi Stadium von zehntausenden Fans unterstützt wurden, ein Remis. Im kalifornischen Süden lebt die grösste iranische Gemeinde ausserhalb des Iran.

Iran - Neuseeland 2:2 (1:1)

Tore: 0:1 Just (7.), 1:1 Rezaeian (32.), 1:2 Just (55.), 2:2 Mohebi (64.)
Iran: Beiranvand – Rezaeian, Nemati, Khalilzadeh, Mohammadi – Mohebi, Ghoddos (65. Haji Safi), Ezatolahi, Yousefi (46. Ghayedi) – Moghanlou (53. Alipour), Taremi (80. Hosseinzadeh) - Trainer: Ghalenoei
Neuseeland: Crocombe – Payne (78. Elliot), Surman, Boxall, Cacace (68. Old) – McCowatt (68. Thomas), Bell – Singh, Stamenic, Just – Wood - Trainer: Bazeley
Schiedsrichter: César Ramos (Mexiko)
Zuschauer: 70.108 (Los Angeles Stadium)
Gelbe Karten: Haji Safi –

"Ein Punkt ist okay, es gibt viel Positives, aber es hätte besser laufen können. Wir haben noch viel Arbeit vor uns", sagte Neuseelands Doppel-Torschütze Just. Zumindest seine beiden Treffer fand er "wunderbar", auch wenn sie bei der dritten WM-Teilnahme der "All Whites" nicht zum ersten Sieg reichten.

Iraner trotzen widrigen Bedingungen

Trotz des Verbots durch die FIFA waren auch zahlreiche historische Flaggen mit Löwen- und Sonnenmotiv, bis zur Islamischen Revolution 1979 die offizielle Flagge des Landes, zu sehen. Bei der Hymne gab es Pfiffe von Exil-Iranern, nachdem es schon vor der Partie Proteste gegen das Regime in Teheran gegeben hatte.

Die Iraner straben trotz der Umstände bei ihrer siebten WM-Teilnahme die erstmalige Qualifikation für die K.o.-Phase an. Weitere Gegner in Gruppe G sind Belgien und Ägypten, die sich zuvor 1:1 getrennt hatten. Neuseeland, bei der letzten WM-Teilnahme 2010 immerhin ungeschlagen geblieben, muss weiter auf den ersten Sieg bei einer Weltmeisterschaft warten.

"Wir sind hier, um Fussball zu spielen"

Die Iraner hatten vor dem WM-Start mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen: Das Teamquartier musste kurzfristig ins mexikanische Tijuana verlegt werden, 15 Delegationsmitgliedern wurde kein Visum für die USA erteilt. Nach Verbandsangaben wurden dem Iran zudem die zugeteilten Eintrittskarten für die Gruppenspiele kurzfristig entzogen.

Die Mannschaft wollte sich davon nicht zu sehr beeinflussen lassen. "Wir sind hier, um Fussball zu spielen. Wir sind keine politischen Figuren, stellte Trainer Ghalenoei klar - doch der Auftakt ins erste Spiel verlief aus sportlicher Sicht denkbar schlecht.

Iran gleicht zweimal aus

Die Iraner begannen schwungvoll, erhielten aber eine kalte Dusche: Just schoss den Ball nach einer Ablage von Kapitän Chris Wood unter die Latte. Die Iraner waren nun defensiv völlig von der Rolle, Wood verpasste aus kurzer Distanz das 2:0 (15.).

Dann aber fing sich der dreimalige Asienmeister, das Spiel wurde offener. Irans Topangreifer Mehdi Taremi (23.) traf bei einem Konter den Pfosten.

Die Iraner wurden danach stärker und belohnten sich: Rezaeian legte den Ball aus kurzer Distanz mit dem Aussenrist an Neuseeland-Keeper Max Crocombe vorbei ins Tor. Kurz vor der Pause schwappte eine La-Ola-Welle durchs weite Rund, die Stimmung auf den Rängen war prächtig. Ein Treffer von Irans Ali Nemati (45.+5) zählte aufgrund einer klaren Abseitsposition nicht.

Nach dem Seitenwechsel spielten beide Teams munter nach vorne, die erneute Führung von Just glich der völlig allein gelassene Mohebi per Kopf aus. Die Iraner waren nun das bessere Team und drängten auf den Sieg.

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