Während Antonelli mit Mercedes die Weltmeisterschaft gewann, gerät Teamkollege George Russell sportlich immer stärker unter Druck. Schumacher sieht den Briten in einer tiefen Formkrise.
Ralf Schumacher hat sich nach dem vorzeitigen Titelgewinn von Kimi Antonelli in Mexiko in die Gefühlslage von dessen Mercedes-Teamkollegen George Russell versucht hineinzuversetzen. Dabei nahm der Sky Sport F1-Experte kein Blatt vor den Mund.
Enttäuschende Saison für Russell
"George macht zu viele Fehler, ist langsamer als sein Teamkollege und wird voraussichtlich jetzt auch noch den Vize-Titel verlieren. Der Mercedes ist aktuell nicht so berauschend, Red Bull und Ferrari sind schneller. Bei Russell geht gerade alles schief. Er fühlt sich so unwohl und schämt sich für sich selbst", erklärte Schumacher im Sky Sport F1-Podcast Backstage Boxengasse.
Russell war als grosser WM-Favorit in die Saison 2026 gegangen. Doch nach seinem Auftaktsieg in Australien folgten viele Rückschläge für den Briten. Antonelli lief dem Routinier schnell den Rang ab und gewann bislang neun Rennen, Russell insgesamt nur drei. In Mexiko sicherte sich Antonelli bereits im fünftletzten Rennen vorzeitig den WM-Titel, Russell liegt in der Fahrer-WM mit 130 Punkten weniger nur auf Platz vier.
Wie lange fährt Russell noch?
Vor dem Mexiko-GP hatte Russell noch gesagt, dass er trotz der enttäuschenden Saison weiterhin in Zukunft an einen WM-Gewinn glaube und dabei Lewis Hamilton und Fernando Alonso als Vorbilder genannt. Russell wolle wie die beiden F1-Superstars auch im fortgeschrittenen Alter noch in der Motorsport-Königsklasse auf höchstem Niveau fahren.
"Russell sieht jetzt seine Felle davonschwimmen. Wo diese Aussage herkommt, dass er in zwölf Jahren noch in der Formel 1 fährt wie Hamilton, keine Ahnung, was ihn da geritten hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er das nicht tun wird. Ich finde es auch ziemlich vermessen von ihm, sich mit Hamilton zu vergleichen. Mexiko war eine Katastrophe für ihn", meinte Schumacher schonungslos.