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Schweiz mit dem ersten Sieg des Jahres

Keystonr

Das Schweizer Nationalteam feiert im Testspiel gegen Jordanien den ersten Sieg des Jahres. Beim 4:1 in St. Gallen ist das Team von Trainer Murat Yakin klar überlegen.

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Die Schweizer legten den Grundstein zu ihrem Testspielsieg gegen Jordanien mit drei Toren in der ersten Halbzeit © KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Tief in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit rennt der norwegische Schiedsrichter Rohit Saggi nochmals zum TV-Gerät an der Seitenlinie. Dort sieht er, dass die Intervention an Breel Embolo eben doch ein Foul war. Und so nimmt sich Captain Granit Xhaka den Ball und bringt die Schweiz in der zehnten(!) Minute der Nachspielzeit mit 3:0 in Führung. Es ist der Abschluss einer dominanten Halbzeit, in der die Schweiz weitgehend alles im Griff hat.

Bereits das erste Tor des Spiels fiel vom Penaltypunkt aus. Nachdem Remo Freuler vom jordanischen Goalie am Fuss getroffen worden war, trat Embolo an und erzielte seinen 24. Treffer im Nationalteam. Fünf Minuten danach erhöhte Dan Ndoye nach perfekter Vorlage von Michel Aebischer auf 2:0.

Einmal mehr sammelte Ndoye, der bei Nottingham Forest eine schwierige Saison erlebte, damit Selbstvertrauen im Nationaldress: Es war sein sechster Treffer in seinen letzten zehn Einsätzen für die Schweiz.

Goalie Yvon Mvogo, der Schweizer Goalie der ersten Hälfte, war nur einmal wirklich gefordert: Nach einer halben Stunde übersah Xhaka beim Rückpass einen Gegenspieler, der den Ball übernahm und allein auf Mvogo zurannte. Die nominelle Nummer zwei im Schweizer Tor zeigte aber, dass im Notfall auf sie Verlass ist: Mvogo wehrte den Schuss von Mousa Al-Tamari mit dem Fuss ab und sorgte damit dafür, dass der Aussetzer des Captains nicht bestraft wurde.

Neben Mvogo konnte sich in der ersten Hälfte vor allem Johan Manzambi auszeichnen. Der Mittelfeldspieler des SC Freiburg schien im Nationalteam eine Hybrid-Position einzunehmen: Er war praktisch überall anzutreffen. Fast hätte er seine gute Leistung auch mit einem Treffer belohnt, sein Schuss in der 23. Minute prallte jedoch vom Pfosten ab.

Ebenfalls auffällig: Bis auf wenige Stellungsfehler zeigte sich die Dreierabwehr um Denis Zakaria, Manuel Akanji und Nico Elvedi fehlerlos. Nach dem 0:0 in Norwegen hatte sich Trainer Yakin zum zweiten Mal in Folge für dieses Trio in der Verteidigung entschieden. Es wurde von den Jordaniern allerdings auch nur bedingt gefordert.

Der WM-Debütant aus Vorderasien zeigte sich in der zweiten Hälfte konkurrenzfähiger, wobei die Partie durch die vielen Wechsel auf beiden Seiten merklich an Fahrt verlor. Der eingewechselte Odeh Fakhoury sorgte in der 52. Minute für den Anschlusstreffer, als er den ebenfalls eingewechselten Marvin Keller bei seinem Debüt im Nationalteam mit einem Flachschuss überwand. Kurz darauf freuten sich die Gäste etwas zu früh über einen vermeintlichen Penalty. Die TV-Bilder zeigten aber klar, dass der Ball an Silvan Widmers Rücken abprallte und nicht an dessen Hand.

Für den Schlusspunkt sorgte Christian Fassnacht, der in der 79. Minute zum 4:1 traf. Der danach einsetzende Gewittersturm sorgte dafür, dass die Partie noch vor Ablauf der 90 Minuten abgepfiffen wurde. Quasi als Ausgleich für die überlange erste Hälfte.

Mit dem Sieg hat die Schweiz den ersten Teil der WM-Vorbereitung abgeschlossen. Am Montag geniessen die Spieler einen freien Tag, am Dienstag wird die Mannschaft dann nach San Diego reisen und dort das Basecamp beziehen. Dort steht am Samstag, dem 6. Juni, noch ein letztes Testspiel auf dem Programm, Gegner ist Australien. Eine Woche später beginnt die WM für die Schweiz mit dem Gruppenspiel gegen Katar.

Schweiz - Jordanien 4:1 (3:0)

St. Gallen. - 13'380 Zuschauer. - SR Saggi (NOR). - Tore: 28. Embolo (Penalty) 1:0. 33. Ndoye 2:0. 45. Xhaka (Penalty) 3:0. 52. Fakhoury 3:1. 79. Fassnacht 4:1.

Schweiz: Mvogo (46. Keller); Zakaria (46. Jaquez), Akanji (61. Cömert), Elvedi (46. Rodriguez); Ndoye (46. Widmer), Freuler (46. Jashari), Xhaka (61. Sow), Aebischer (61. Muheim); Manzambi (46. Amdouni), Embolo (72. Itten), Vargas (46. Fassnacht).

Jordanien: Abulaila; Al-Rosan (46. Badawi), Abualnadi (46. Obaid), Alarab; Haddad (78. Al-Dawoud), Alrawabdeh (78. Qashi), Al-Rashdan (61. Abu Hashish), Abu Taha (78. Taha); Al-Tamari (61. Al-Azaizeh), Olwan (46. Fakhoury), Al-Mardi (46. Sa'deh).

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