Schweizer Frauen verpassen erstmals die Podestplätze
Die Mountainbikerin Ronja Blöchlinger belegt beim Weltcup im italienischen La Thuile über die olympische Distanz als beste Schweizerin Platz 5.
Den Sieg sicherte sich die Einheimische Martina Berta. Sie triumphierte zum ersten Mal im Weltcup.
Auf der Cross-Country-Strecke im Aostatal auf 1500 m ü. M. legte Ronja Blöchlinger einen Schnellstart hin, konnte die Führung jedoch nicht behaupten. In der sechsten von sieben Runden fiel die 25-Jährige aus den Podestplätzen. Auf der anspruchsvollen Strecke in La Thuile, die Athletinnen physisch und technisch gleichermassen forderte, überzeugte die Appenzellerin vor allem in den Abfahrten. Für den zweiten Weltcup-Podestplatz in der olympischen Disziplin reichte es jedoch nicht.
Die Österreicherin Laura Stigger legte auf den Schlusskilometern deutlich zu und fuhr auf Platz 3 vor. An die zweitplatzierte Savilia Blunk aus den USA kam sie jedoch nicht mehr heran. Auch die Weltcup-Führende Jenny Rissveds zog noch an Blöchlinger vorbei. Die Schwedin - Weltmeisterin, Führende im Gesamtweltcup und in den vergangenen Monaten die dominierende Fahrerin - verpasste erstmals seit über einem Jahr die Top 3.
Die Schweizer Frauen stellten erstmals in dieser Saison keine Podestfahrerin im Cross-Country über die olympische Distanz. Mit Ronja Blöchlinger (5.), Sina Frei (6.), Alessandra Keller (8.), Nicole Koller (9.), Jolanda Neff (10.) und Ramona Forchini (11.) durfte sich das Teamergebnis dennoch sehen lassen.
Die Schweizer Männer kamen bei der Weltcup-Premiere auf der Cross-Country-Strecke im italienischen La Thuile nicht auf Touren. Als Bester erreichte Fabio Püntener auf Platz 12 das Ziel.
Auf der physisch anspruchsvollen Strecke feierten die Franzosen einen Dreifachsieg. Luca Martin, Mathis Azzaro und Adrien Boichis setzten sich zunächst gemeinsam ab und fuhren in dieser Reihenfolge durchs Ziel. Der 24-jährige Martin bestreitet erst seine zweite Saison bei der Elite. Der Weltcup-Leader hatte zuletzt auch in Lenzerheide gewonnen.