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SFV besetzt Schlüsselposition mit Marinko Jurendic

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Marinko Jurendic ist der neue starke Mann beim Schweizer Fussballverband. Der 48-Jährige übernimmt die neue Funktion des Chief Sports Officer (CSO), wie der SFV mitteilt.

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Gilt als akribischer Arbeiter: Marinko Jurendic © KEYSTONE/DPA/HARRY LANGER

Damit ist die nach dem Amtsantritt von Verbandspräsident Peter Knäbel im vergangenen Sommer geschaffene Schlüsselposition erstmals besetzt. Jurendic wird ab 17. August 2026 die Gesamtverantwortung für den sportlichen Bereich des SFV übernehmen. Unter seiner Führung werden die Männer-Nationalteams, der Frauenfussball sowie die Fussballentwicklung mit dem Nachwuchsbereich zusammengeführt. Der CSO ist direkt Knäbel unterstellt.

Mit der neuen Struktur will der Verband seine sportlichen Kompetenzen bündeln und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bereichen weiter stärken. "Mit Marinko Jurendic gewinnen wir exakt jene Persönlichkeit, die grosse Fachkompetenz mit hoher Glaubwürdigkeit sowie einen reichhaltigen Erfahrungsschatz für den Schweizer Fussball vereint", sagt Knäbel. Jurendic kenne den SFV und die Herausforderungen des modernen Fussballs - darunter die gestiegenen Ansprüche nach der erfolgreichen WM - bestens, so der Verbandspräsident.

Jurendic bringt Erfahrung aus dem nationalen und internationalen Profifussball mit. Von 2020 bis 2023 war er Sportchef beim FC Zürich und gewann mit dem Klub 2022 die Schweizer Meisterschaft. Anschliessend arbeitete er bis Sommer 2025 als Sportdirektor beim Bundesligisten FC Augsburg. In dieser Zeit erzielte der Klub in der Saison 2024/25 mit 43 Punkten sein bestes Bundesliga-Ergebnis seit zehn Jahren.

Der im heutigen Bosnien geborene Zentralschweizer kennt den SFV bereits aus früheren Jahren. Von 2009 bis 2017 arbeitete der ausgebildete Lehrer beim Verband in der Nachwuchs- und Talententwicklung sowie als stellvertretender Technischer Direktor. Zudem war er als Trainer beim SC Kriens und beim FC Aarau tätig.

Jurendic gilt als akribischer Arbeiter mit einem ausgeprägten Interesse an Strategie, Entwicklung und Prozessen. Diese Fähigkeiten soll er nun beim SFV einbringen. "Die Rückkehr zum SFV ist mir Ehre und Freude zugleich. Sie ist für mich hingegen keine Rückkehr in die Vergangenheit, sondern ein herausfordernder Schritt in die Zukunft", sagt Jurendic. Die neue Position biete die Chance, die sportlichen Bereiche enger zusammenzuführen und eine gemeinsame sportliche Ausrichtung über alle Stufen hinweg zu entwickeln.

Eine erste zentrale Aufgabe wartet bereits auf den neuen CSO: Jurendic muss die Nachfolge von Nati-Direktor Pierluigi Tami regeln. Mit dem WM-Aus im Viertelfinal endete nach sieben Jahren die Amtszeit des bald 65-jährigen Tessiners, der in Pension geht.

Wie der SFV mitteilt, wird Jurendic am 1. September 2026 an einer Medienkonferenz in Muri bei Bern offiziell vorgestellt und sich dort ausführlich zu seinen Aufgaben und sportlichen Schwerpunkten äussern.

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