Was spricht für den VfB, die TSG oder Bayer? Behauptet der Sport-Club Rang sieben vor der Eintracht? Oder ist der FCA am Ende der lachende Dritte? Sky Sport macht den grossen Check vor dem Saison-Finale.
DREIKAMPF UM DIE CHAMPIONS LEAGUE:
VfB Stuttgart (4. Platz, 61 Punkte, + 22 Tore):
Stuttgart hat alles in der eigenen Hand - mit einem Sieg in Frankfurt (Sa., 15:30 Uhr live auf Sky Sport) wäre der VfB in der Champions League (es sei denn, Hoffenheim gewinnt astronomisch hoch in Mönchengladbach).
Für die Schwaben spricht die hohe Qualität im Kader, sie können auch von der Bank immer wieder Unterschiedsspieler einwechseln. Deniz Undav und Ermedin Demirovic treffen konstant. In der Defensive ist Jeff Chabot der Stabilitätsanker. Mit solchen Leistungen empfiehlt sich der Innenverteidiger Woche für Woche aufs Neue für die Nationalmannschaft.
Der VfB geht mit Rückenwind ins Saisonfinale, hat das DFB-Pokalfinale erreicht und Leverkusen im direkten Duell geschlagen. In wichtigen Spielen hat der VfB zuletzt fast immer sein bestes Gesicht gezeigt. Wenn es drauf ankommt, ist die Mannschaft voll da!
Aber: Frankfurt will noch in die Conference League und muss gewinnen!
TSG Hoffenheim (5. Platz, 61 Punkte, + 17 Tore):
Die TSG ist schon jetzt DAS Überraschungsteam der Saison. Der Druck ist nicht so hoch wie in Stuttgart, für Hoffenheim ist schon die Teilnahme am internationalen Wettbewerb wäre ein riesiger Erfolg.
Die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer ist seit fünf Spielen ungeschlagen: Die Stimmung ist hervorragend, vor allem die Offensive hat immer Spass und Lust zu zocken.
Anführer Andrej Kramaric: Der Kroate hat seinen Vertrag verlängert und ist maximal ehrgeizig. Wenn Kramaric etwas sagt, hören alle zu. Der "TSGoat" wird alles dafür tun, die Mannschaft bis zum Maximalen zu pushen.
Bayer 04 Leverkusen (6. Platz, 58 Punkte, + 21 Tore):
In Leverkusen zieht sich die fehlende Konstanz wie ein roter Faden durch die Saison. Auf starke Auftritte folgten immer wieder Rückschläge - so auch zuletzt bei der Niederlage in Stuttgart, nachdem zuvor noch RB Leipzig geschlagen worden war und plötzlich wieder alles nach Champions League roch.
Zwischenzeitlich stand die Werkself auf Platz vier, hat diese Ausgangslage aber erneut aus der Hand gegeben. Bayer 04 muss gegen den HSV gewinnen und gleichzeitig auf Patzer der Konkurrenz hoffen. Die Champions-League-Qualifikation war das klar formulierte Saisonziel - ein Verpassen würde intern einer Katastrophe gleichkommen.
Auch die Zukunft von Trainer Kasper Hjulmand ist nach Sky Sport Informationen weiter offen, ein Verbleib gilt als sehr unwahrscheinlich. Sollte Leverkusen die Königsklasse verpassen, drohen zudem grössere Veränderungen im Kader und mögliche Abgänge wichtiger Leistungsträger.
DREIKAMPF UM DIE CONFERENCE LEAGUE
SC Freiburg (7. Platz, 44 Punkte, - 9 Tore):
Der Sport-Club hat die Teilnahme an der Conference League in der eigenen Hand und kann sie mit einem Sieg gegen Leipzig unter Dach und Fach bringen. Für RB geht es um nichts mehr, die Sachsen haben Platz drei schon sicher. Die Heimstärke ist Freiburgs grosses Plus: Wettbewerbsübergreifend gab es lediglich drei Heimniederlagen in dieser Saison.
Ein weiterer Erfolgsgarant ist die gewachsene Achse im Team. Matthias Ginter, Maximilian Eggestein, Vincenzo Grifo und Co. spielen schon lange in dieser Konstellation zusammen.
Aber: Das grosse Highlight steht noch an. Am kommenden Mittwoch steht das Europa-League-Finale in Istanbul an. Das wird jeder im Hinterkopf haben.
Eintracht Frankfurt (8. Platz, 43 Punkte, - 4 Tore):
Für die Hessen geht es darum, das Miniminimalziel für diese Saison zu erreichen. Jeder einzelne Spieler bei Frankfurt hat andere Ansprüche, alle wollen international spielen.
Die Diskussionen um Trainer Albert Riera hin oder her: Die Motivation, nächstes Jahr vertreten zu sein, ist riesig. Wenn alle an ihr Limit kommen, hat Frankfurt die Qualität im Kader Stuttgart Paroli zu bieten.
Aber: Die Eintracht muss auf Patzer der Konkurrenz aus Freiburg hoffen.
FC Augsburg (9. Platz, 43 Punkte, - 12 Tore):
Fakt ist: Der FC Augsburg hat es nicht in der eigenen Hand. Frankfurt und/oder Freiburg dürfen ihre Heimspiele nicht gewinnen. Das wiederum ist aber nicht gerade unwahrscheinlich.
Der FCA selbst hatte zuletzt einen richtig guten Lauf: Das Team von Trainer Manuel Baum ist seit sechs Partien ungeschlagen. Zudem ist für Gegner Union Berlin die Saison quasi schon gelaufen. Aktuell belegen die Eisernen Rang zwölf. Theoretisch könnte es maximal noch zwei Plätze nach oben oder einen nach unten gehen.
Augsburg hat dank einer fulminanten Aufholjagd gute Chancen, nächste Saison international zu spielen. Klingt komisch, ist aber so.