skysport.ch
Sky Sport

Live-Sport ansehen auf

Sky Sport
News Fussball

Winterthur verspielt ein 2:0 und damit die letzten Hoffnungen

KeyStone

Winterthur steht nach der vorletzten Runde der Super League als Absteiger fest. Der FCW verspielt im Match der letzten Chance auf dem Weg zur 2:3 bei den Grasshoppers einen frühen 2:0-Vorsprung.

media_ftp_sky_de_20260512_brz0256a039afbec37f
Die zwei Tore von Pajtim Kasami reichten Winterthur nicht, um den Abstieg am Dienstag zu verhindern © KEYSTONE/CLAUDIO THOMA

Besser hätte Winterthur nicht in den Abstiegsgipfel im Letzigrund starten können. In den ersten zehn Minuten traf Pajtim Kasami zweimal nach einem Eckball. Zweimal innerhalb von drei Minuten kam der 33-Jährige, der als Junior für beide Klubs gespielt hatte, recht unbedrängt zum Abschluss.

Von den Grasshoppers war lange Zeit nichts Positives zu sehen. Im zweiten Match unter Peter Zeidler, dem dritten Trainer in dieser Saison, wirkte GC hinten fragil und vorne harmlos. Daran ändert auch die frühe taktische und personelle Veränderung lange Zeit nichts. Der bedauernswerte Mittelfeldspieler Imourane Hassane musste schon kurz nach Ablauf der Startviertelstunde Stürmer Lee Young-Jun Platz machen.

Es war ein vermeidbares Handspiel von Théo Golliard nötig, um nach einer Stunde den Anschlusstreffer von GC-Captain Dirk Abels mittels Penalty zu ermöglichen und gleichzeitig die grosse Wende einzuläuten. Lee traf kurz darauf mit einem abgefälschten Schuss zum Ausgleich, und der immer bis in die Haarspitzen motivierte Abels erzielte nach einem Eckball per Kopf das 3:2.

Winterthur hätte einen Sieg benötigt, um bis auf einen Punkt an die Grasshoppers heranzukommen und bis in die Schlussrunde auf den Ligaerhalt zu hoffen. Mit einem Lattenschuss kamen die Winterthurer zwar nochmals nahe an einen Treffer, aber letztlich war es am Dienstagabend wie so oft in dieser Saison die ungenügende Defensivarbeit, die ihnen zum Verhängnis wurde.

Doppeltorschütze Kasami kämpfte nach dem Spiel im TV-Interview mit "blue" mit den Tränen. "Es ist einfach traurig. Mir fehlen etwas die Worte. Wir haben das Spiel aus der Hand gegeben", bedauerte der Routinier, der wie die ganze Mannschaft nach dem Match von den zahlreich mitgereisten Fans gefeiert wurde. "Sie waren grossartig. Es war wie ein Heimspiel. Deshalb tut es noch mehr weh."

Vier Jahre nach der Rückkehr in die höchste Liga unter Alex Frei verabschiedet sich Winterthur damit wieder in die Challenge League. Der Klub von der Schützenwiese war eine Bereicherung, weil er mit seinen treuen Fans das Stadion füllte und die Dinge auch etwas anders anging als andere Klubs. Der Höhepunkt der vier Jahre war die vorletzte Saison mit dem Einzug in die Championship Group. Einen Platz im Europacup verpasste das erfrischend aufspielende Team damals nur, weil ihm gegen Ende der Saison etwas der Schnauf ausging.

Die anderen drei Saisons waren ein stetiger Kampf gegen den Abstieg, den der FCW zweimal für sich entschied, weil die Moral immer stimmte. Auch in der laufenden Spielzeit kämpfte der Aussenseiter vorbildlich, obwohl er seit der 3. Runde immer am Tabellenende lag und sich zwischenzeitlich in fast aussichtsloser Lage befand. Am Wochenende hatte er sich eine Chance auf eine mögliche letzte Chance erspielt, die er gegen GC nicht nutzen konnte, obwohl er am Dienstagabend auch in den letzten Minuten das Kämpfen nicht einstellte. Am Ende war es trotz allem Einsatz zu wenig: Nur fünf Saisonsiege und eine Tordifferenz von -53 sind Zahlen eines Absteigers.

Gleiches könnte man zu den Grasshoppers sagen. Der Rekordmeister, der gegen Winterthur zum richtigen Zeitpunkt Moral zeigte, bekommt aber eine letzte Chance. Zum dritten Mal in Folge steht er in der Barrage und spielt am nächsten Montag und am Donnerstag in einer Woche gegen den Zweiten der Challenge League, entweder Vaduz oder Aarau.

In den anderen Spielen der Relegation Group ging es am Dienstag nicht mehr um annähernd so viel wie im Letzigrund. Luzern und Servette bleiben im Rennen um den 7. Platz Kopf an Kopf. Beide feierten Heimsiege. Servette gewann das Léman-Derby gegen Lausanne-Sport durch Tore von David Douline (61.) und Samuel Mraz (65.) verdient mit 2:0. Beide Treffer fielen nach Eckbällen.

Luzern schlug im letzten Heimspiel unter Trainer Mario Frick den FC Zürich dank eines Treffers von Oscar Kabwit in der 70. Minute und verteidigte diesen Vorsprung in der Schlussviertelstunde in Unterzahl. Nachdem Bung Meng Freimann die Rote Karte gesehen hatte, lancierte der FCZ eine Schlussoffensive, traf aber nur noch den Pfosten.

Grasshoppers - Winterthur 3:2 (0:2)

8186 Zuschauer. - SR Wolfensberger. - Tore: 7. Kasami (Sidler) 0:1. 10. Kasami 0:2. 60. Abels (Penalty) 1:2. 62. Lee Young-Jun (Krasniqi) 2:2. 70. Abels (Jensen) 3:2.

Grasshoppers: Hammel; Abels, Ngom, Köhler, Rissi (61. Ullmann); Hassane (18. Lee Young-Jun); Krasniqi (87. Marques), Meyer, Zvonarek, Jensen; Frey.

Winterthur: Kapino; Sidler (67. Maluvunu), Lüthi, Kryeziu (67. Arnold), Diaby (67. Smith); Jankewitz (78. Buess), Kasami; Schneider, Golliard, Burkart (83. Ulrich); Hunziker.

Bemerkungen: Verwarnungen: 28. Abels, 55. Meyer, 62. Kryeziu, 63. Lee Young-Jun, 83. Ngom, 95. Frey.

Servette - Lausanne-Sport 2:0 (0:0)

10'112 Zuschauer. - SR Cibelli. - Tore: 61. Douline 1:0. 65. Mráz (Lopes) 2:0.

Servette: Frick; Srdanovic (74. Houboulang Mendes), Rouiller, Burch, Njoh; Fomba, Douline (83. Ondoua); Lopes (83. Miguel), Stevanovic (34. Guillemenot), Kadile; Mráz (74. Mazikou).

Lausanne-Sport: Letica; Soppy, Sow, Ngonzo, Poaty; Mollet (70. NDiaye), Roche, Custodio (71. Lekoueiry); Renovales (57. Butler-Oyedeji), Janneh (71. Kana Biyik), Diakite (85. Ajdini).

Bemerkungen: Verwarnungen: 36. Douline, 63. Roche, 66. Sow, 69. Mollet, 84. Burch, 87. NDiaye.

Luzern - Zürich 1:0 (0:0)

12'190 Zuschauer. - SR Blanco. - Tor: 70. Kabwit (Owusu) 1:0.

Luzern: Loretz; Dorn, Freimann, Bajrami, Fernandes (72. Ciganiks); Owusu, Winkler (73. Abe); Lucas Ferreira (64. Spadanuda), M. Di Giusto; Kabwit (79. Knezevic), Vasovic (79. Villiger).

Zürich: Huber; Hodza, Kamberi, Hack, Sauter (80. Ramic); Reichmuth (80. Berisha), Palacio; Perea, Krasniqi (59. N. Di Giusto), Ivan Cavaleiro (59. Walker); Kény (59. Emmanuel).

Bemerkungen: 77. Rote Karte gegen Freimann (grobes Foul). Verwarnungen: 56. Dorn, 80. Knezevic.

1. Luzern 37/50 (73:66). 2. Servette 37/50 (69:63). 3. Lausanne-Sport 37/42 (52:61). 4. Zürich 37/38 (49:70). 5. Grasshoppers 37/30 (45:73). 6. Winterthur 37/23 (44:97).

Bewerte den Artikel
0 Bewertungen
Ihre Stimme wird gezählt.

News-Feed

Lesen Sie auch

Mehr anzeigen

Live-Sport ansehen auf

Sky Sport
Copyright Sky Schweiz SA © 2001-2026. Erstellt von EWM.swiss