Stricker verpasst gegen Brasilien den Exploit
Die Schweiz liegt im Davis Cup gegen Brasilien der Papierform entsprechend 0:1 im Rückstand. Dominic Stricker verpasst den Exploit gegen João Fonseca knapp
Dominic Stricker, die Nummer 262 der Welt, zwang den Top-30-Spieler João Fonseca in einen dritten Satz, schaffte es aber mit zunehmender Dauer der Partie nicht mehr, die wichtigen Punkte zu gewinnen. Am Ende entschied der Brasilianer das Spiel in knapp zwei Stunden 4:6, 6:3, 6:2 für sich und brachte sein Team 1:0 in Führung.
Beide Spieler hatten in der sehr stimmungsvollen Farmasi-Halle in Rio äusserst nervös und fehlerhaft begonnen. Stricker konnte aber einen frühen Breakrückstand postwendend wettmachen und schaffte dann zum 5:4 selber den entscheidenden Aufschlagruchbruch. Der 20-jährige Jungstar Fonseca, der Sieger der letzten Swiss Indoors in Basel, konnte seine fehlende Spielpraxis nicht verbergen, nachdem er das US Open wegen einer Bauchmuskelverletzung auslassen musste. Auch schien er in seinem ersten Davis-Cup-Heimspiel überhaupt reichlich nervös zu sein.
Dann aber steigerte sich Fonseca kontinuierlich. Im zweiten Satz reichte ihm ein Break zum 5:3, im dritten liess er nach dem 3:2 auch noch eines zum 5:2 folgen. Stricker rechtfertigte lange das Vertrauen von Captain Severin Lüthi, der ihm gegenüber dem besser klassierten Rémy Bertola und Jérôme Kym den Vorzug gegeben hatte. Am Ende schlug der Berner Linkshänder auf dem sehr langsamen Hallenplatz jedoch nicht gut genug auf und baute am Ende auch etwas ab.
Im zweiten Einzel trifft Stan Wawrinka (ATP 134) auf den siebzehn Jahre jüngeren und elf Positionen besser klassierten Gustavo Heide. Am Samstag folgen noch ein Doppel und falls nötig zwei weitere Einzel. Der Sieger gehört im kommenden Jahr wieder zur Elite und kann um den Einzug ins Finalturnier des Davis Cup kämpfen.