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Thun will in die Europa League, Trio kämpft um Conference League

Keystonr

Im Europacup stehen am Donnerstag die Hinspiele in den Playoffs an. Während Thun eine Ligaphase bereits auf sicher hat, muss ein Trio aus der Super League um den Verbleib in Europa kämpfen.

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Weitere europäische Nächte sind in Thun garantiert. Die Frage ist nur: In der Europa oder der Conference League? © KEYSTONE/EPA/ANTHONY ANEX

Trotz der 2:3-Niederlage im hohen Norden konnte der FC Thun am vergangenen Donnerstag feiern. Dank des 3:0-Polsters aus dem Hinspiel setzte sich der Schweizer Meister in der 3. Qualifikationsrunde der Europa League gegen Vikingur Reykjavik durch und spielt sicher in einer Europacup-Ligaphase.

Zum bis dato letzten Mal für eine Gruppenphase qualifizieren konnten sich die Thuner in der Saison 2013/14. Damals starteten sie in der Europa League mit einem Sieg über Rapid Wien, holten danach jedoch keine Punkte mehr.

Eliminieren die Berner Oberländer auch Lech Poznan, werden sie erneut in der Europa League antreten, verlieren sie das Duell mit dem polnischen Meister, geht es in der Conference League weiter. Das Hinspiel findet in Polen statt.

Lech Poznan ist deutlich besser in die Mission Titelverteidigung gestartet als Thun und hat nach drei Spielen sieben Punkte auf dem Konto. Anders als die Mannschaft von Gian-Luca Privitelli, die am Sonntag gegen Saxon Sports (6:0) im Cup engagiert war, genossen die Polen ein spielfreies Wochenende, um sich bestmöglich auf den Europacup vorzubereiten. Zwischen den Playoff-Begegnungen haben beide Teams kein Spiel. Thuns Partie gegen Servette wurde von der Liga verschoben.

Eine Stufe tiefer in der Conference League ist ein Trio aus der Super League im Einsatz. Cupsieger St. Gallen tritt dabei als einziges Team erst auswärts an. Die Ostschweizer gastieren beim FC Nordsjaelland in Dänemark und wollen auf dem Kunstrasen in Farum, wo die Schweizer U17-Nationalmannschaft 2002 Europameister wurde, den Grundstein legen, um zum zweiten Mal in den letzten drei Jahren in die Ligaphase der Conference League einzuziehen.

Den namhaftesten Gegner hat der FC Sion zugelost erhalten. Die Walliser empfangen im Tourbillon Ajax Amsterdam. Der niederländische Rekordmeister gewann von 1971 bis 1973 dreimal in Folge den Europapokal der Landesmeister, stemmte 1992 den UEFA-Cup in die Höhe und feierte 1995 mit einem 1:0-Finalsieg über die AC Milan den Gewinn der Champions League. Ajax hat zwar nicht mehr den Glanz vergangener Jahre, aber ist im Duell mit Sion dennoch der klare Favorit.

Dass die Niederländer ein nach wie vor grosses Kaliber sind, zeigen schon die Transfers, die sie in diesem Sommer getätigt haben. Während Sion für seinen Königstransfer Winsley Boteli kolportierte 3,5 Millionen Euro an Mönchengladbach überwies und damit unüblich tief in die Tasche griff, gab Ajax alleine für die Brasilianer Marcos Leonardo (von Al-Hilal) und Caio Henrique (von Monaco) mehr als 30 Millionen Euro aus. Aufgewertet wurde das Kader zudem mit den ehemaligen deutschen Nationalspielern Julian Brandt und Marc-André ter Stegen.

Solch grosse Namen fehlen im Team von Maccabi Tel Aviv. Dennoch ist der Gegner von Lugano nicht zu unterschätzen. Der israelische Cupsieger spielte in den vergangenen beiden Jahren in der Ligaphase der Europa League und erreichte in der Saison 2023/24 die Achtelfinals der Conference League. Verstecken muss sich das Team von Mattia Croci-Torti aber keinesfalls. Die Tessiner überzeugten in dieser Saison und sind wettbewerbsübergreifend noch ungeschlagen. In der heimischen AIL Arena will der Leader der Super League weiterhin makellos bleiben.

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