Torloses Spitzenspiel in Genf und Torpremieren im Ausland
Die Übersicht von Keystone-SDA zum aktuellen Geschehen in der Schweizer Women's Super League und Erwähnenswertes zu den Nationalspielerinnen in den ausländischen Ligen.
DAS SPIEL DER WOCHE. Das Spitzenspiel der 7. Runde in der Women's Super League brachte keinen Sieger hervor. Meister und Cupsieger Servette Chênois und der weiterhin ungeschlagene FC Zürich neutralisierten sich beim torlosen Remis. Die beste Chance zum Siegtreffer vergab die eingewechselte Zürcherin Chiara Bücher kurz vor Schluss, als sie eine ideale Hereingabe im gegnerischen Fünfmeterraum nicht über die Torlinie bugsieren konnte. So bleibt der FC Zürich einen Punkt hinter den Genferinnen. Diese starten am Mittwoch gegen den französischen Rekordsieger OL Lyonnes in die Ligaphase der Champions League.
DAS TOR DER RUNDE. Die 19-jährige Verteidigerin Lola Brügger traf für den FCB im Heimspiel gegen Rapperswil-Jona (2:2) aus rund 30 Metern herrlich unter die Latte. Das Traumtor in der 91. Minute zum 2:1 war für die zur Pause eingewechselte Brügger, die im letzten Halbjahr noch für Rapperswil-Jona spielte, der erste Ligatreffer, aber nicht das Siegtor. Kurz darauf konnten die Gäste mittels Penalty ausgleichen. Basel spielte zum dritten Mal in Folge nur Unentschieden. Wie YB steht der FCB bei zwölf Punkten, vier weniger als Servette Chênois.
DIE NÄCHSTE RUNDE. Am übernächsten Wochenende geht es unter anderem mit dem Zürcher Derby weiter. GC liegt nur einen Punkt hinter dem zweitplatzierten FCZ. Dieser wird beim Spitzenspiel erstmals von der neuen Trainerin Martina Voss-Tecklenburg betreut. Die Interimslösung Alessandro Mangiarratti, der ab dem 1. Oktober wieder ausschliesslich Technischer Direktor sein wird, sitzt am kommenden Sonntag zum vorerst letzten Mal auf der Trainerbank. Dann spielt der FCZ im Cup beim Erstligisten Sempach.
DEUTSCHLAND. Sabina Jackson erzielte ihr erstes Tor in der Bundesliga. Die im Sommer vom FC Basel nach Mainz gewechselte Mittelfeldspielerin traf beim 2:3 gegen Eintracht Frankfurt nach einer halben Stunde zum 2:0. Die 26-Jährige traf nach einem Corner mit dem Kopf. Für erste Punkte in der höchsten Liga reichte es Mainz vor der Rekordkulisse von 16'500 Zuschauerinnen und Zuschauern aber nicht, weil die Gäste mit Noemi Ivelj in der letzten halben Stunde noch dreimal trafen.
Erste Punkte gab es für Union Berlin, auch dank Lia Kamber. Die 20-jährige neunfache Schweizer Nationalspielerin war beim 3:2-Heimsieg gegen Leipzig schon in der 2. Minute für das 1:0 besorgt. Sie profitierte bei ihrem ersten Saisontor von einem schlechten Pass ihrer Landsfrau Elvira Herzog im Tor der Leipzigerinnen.
Lara Meroni kassierte mit Nürnberg beim Hamburger SV eine 1:5-Niederlage. Die Zürcherin kam aber zu einem persönlichen Erfolgserlebnis, als sie in der 65. Minute nach einem guten Pressing zu ihrem ersten Treffer in der Bundesliga kam.
SPANIEN. Sydney Schertenleib erfreut sich in den ersten Wochen der neuen Saison einer hervorragenden Form. Die 19-jährige Ausnahmekönnerin stand in den ersten vier Saisonspielen immer in der Startformation des FC Barcelona und erzielte am Freitag ihren ersten Saisontreffer. Beim 6:0 in der baskischen Hauptstadt Vitoria-Gasteiz traf sie nach einer halben Stunde zum 2:0. Am Mittwoch beginnt für das Starensemble aus Barcelona die Mission Titelverteidigung in der Champions League.
CHAMPIONS LEAGUE. Neben Schertenleib und den Genferinnen von Servette Chênois stehen mit Iman Beney (Manchester City), Géraldine Reuteler (Arsenal), Emilie Mece (Juventus Turin), Alayah Pilgrim (AS Roma) und Livia Peng (Chelsea) weitere Schweizerinnen in der Ligaphase der Champions League im Einsatz.