Wer kann den HC Sierre stoppen?
Nach dem ersten Meistertitel seit 58 Jahren geht Sierre als Favorit in die neue Saison der Swiss League. Doch insbesondere La Chaux-de-Fonds und Visp wollen die Dominanz des Titelverteidigers brechen.
Mit 15 Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten HC Thurgau in der Qualifikation und drei Playoffrunden, die jeweils mit 4:1 Siegen gegen die GCK Lions, Olten und La Chaux-de-Fonds gewonnen wurden, dominierte der HC Sierre in der vergangenen Saison die zweithöchste Schweizer Eishockey-Liga. Das Team von Chris McSorley steht nun unter dem Druck, diese Leistung zu bestätigen, auch wenn es noch etwas dauern dürfte, bis sich die Mannschaft um den Aufstieg in die National League bemühen darf. Frühestens 2028 dürfte es so weit sein.
Die starke Offensive mit dem Ausländerduo Samuel Asselin und Jayden Halbgewachs, das in der vergangenen Saison zusammen 149 Punkte sammelte, wird unter anderem durch den Zuzug von Killian Mottet weiter verstärkt. Der Freiburger wird von Fribourg-Gottéron an die Unterwalliser ausgeliehen. Auch wenn der finanzielle Unterschied zur Schweizer Elite weiterhin enorm ist, haben die Klubs der zweithöchsten Liga interessante Transfers getätigt.
So kann Visp auf die ehemaligen Ajoulots Jonathan Hazen und Matteo Romanenghi zählen, um an die erfolgreiche Saison vor zwei Jahren anzuknüpfen. Damals schaffte es Visp bis ins Auf-/Abstiegs-Playoff, unterlag dort Ajoie allerdings mit 1:4 Siegen.
La Chaux-de-Fonds wiederum hofft, dass sein neuer Ausländer Riley Damiani ähnlich auftrumpft wie die ausländischen Verstärkungsspieler des Meisters. Der Kanadier erzielte in der vergangenen Saison für die Augsburger Panther 30 Skorerpunkte in der DEL.
Sowohl die Neuenburger als auch die Oberwalliser wollen wieder um den Meistertitel kämpfen und damit möglicherweise den Klub aus der National League ins Wanken bringen, der sich dann im Kampf um den Verbleib in der höchsten Spielklasse behaupten müsste. Als La Chaux-de-Fonds (2023) und Visp (2025) Ajoie herausforderten, hatten die Jurassier jedenfalls nicht immer leichtes Spiel.
Auch in dieser Saison dürften diese beiden Klubs die einzigen sein, die eine Lizenz erhalten, die sie zur Teilnahme an der Ligaqualifikation berechtigt. Basel kann aus finanziellen Gründen und Sierre wegen ungenügender Infrastruktur in naher Zukunft nicht um den Aufstieg spielen.