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Zwischen Wertschätzung & Skepsis: Überraschende Trainerfrage bei RB

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In Leipzig würde man mit dem 38-jährigen Cheftrainer nicht nur gern weitermachen, sondern auch den Vertrag honorierend anpassen. Denn bei den Sachsen gilt: Gute bis sehr gute Leistungen werden wertschätzend anerkannt.

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Trotz CL-Qualifikation mit RB: Die Zukunft von Leipzig-Trainer Ole Werner ist offen. © Imago

In Leipzig würde man mit dem 38-jährigen Cheftrainer nicht nur gern weitermachen, sondern auch den Vertrag honorierend anpassen. Denn bei den Sachsen gilt: Gute bis sehr gute Leistungen werden wertschätzend anerkannt.

Beim österreichischen Hauptsponsor gibt es hingegen weiterhin Zweifel, wodurch die Lage beim ersten Hinsehen festgefahren wirkt.

Fakt ist: Mit alleiniger Entscheidungsgewalt am Cottaweg hätte es längst Vertragsgespräche zwischen Leipzig und Werner gegeben. Nach Sky Sport Informationen waren diese bereits für den Südafrika-Trip angekündigt. Es sollte der Startschuss für Unterhaltungen sein, die nach der Deutschland-Rückkehr erfolgreich fortgesetzt werden sollten. Der geplante Startschuss blieb bislang aus.

Dass es eigentlich kein Trainerthema gibt, zeigt die reine Faktenlage: Rang drei, CL-Quali mit 65 Punkten, Marktwertsteigerung des Kaders im dreistelligen Millionenbereich sowie 1,95 Punkte pro Spiel. Damit ist Werner der bislang erfolgreichste Bundesliga-Coach der Leipziger Vereinsgeschichte. Trotzdem ist das Global Team von Red Bull Soccer unentschlossen.

Werner ist glücklich bei RB

Die verschiedenen Sichtweisen sind mittlerweile bekannt. Doch wie schaut eigentlich der Fussballlehrer auf die nicht ganz angenehme Gemengelage?

Sky Sport weiss: Der Cheftrainer ist glücklich bei RB. Werner schätzt das Umfeld vor Ort, ist mit seinen Spielern und dem Kabinen-Spirit im Einklang. Noch nie trainierte Werner eine im Kern so gefestigte und homogene Mannschaft. Der Kader steht geschlossen hinter ihm. Werner freut sich auf die Königsklasse, die er sich mit seinem Team, das Monate vorher mausetot war, über 34 Spieltage erspielt hat.

Selbstredend wird Werner sowohl die Skepsis der Firmenzentrale als auch die Leipziger Wertschätzung wahrnehmen. Und er wird wenig überraschend Tabellenstände, Punkteschnitte und weitere messbare Werte seiner ersten RB-Saison interpretieren können.

Zweifel aus Österreich

Fraglich bleibt somit, ob Werner nach dem Hin und Her inklusive gereifter Zweifel aus Österreich jetzt überhaupt noch offen für sofortige Vertragsgespräche wäre. Das Fundament für eine langfristige Zusammenarbeit ist Anfang Juni nicht wirklich gegeben.

Werner ist kein Lautsprecher und niemand, der sich offenkundig über etwaige Umstände beschweren würde. Vom gebürtigen Preetzer (Schleswig-Holstein) muss man jetzt keine mediale Schlammschlacht erwarten. Der 38-Jährige hat Bock auf Fussball, Weiterentwicklung und Erfolg.

Ähnlich war die Situation in Bremen. Mit einem Jahr Restlaufzeit ausgestattet, setzte Werder ihm die Pistole auf die Brust. "Verlängerung oder Freistellung" - so lautete die Botschaft vom SVW. Werner wäre auch ins letzte Vertragsjahr gegangen, wollte aber gewisse Umstände und Abläufe verändern. Stattdessen folgte die vorzeitige Trennung und der anschliessende Wechsel zu den Roten Bullen.

Werner und RB: Verbleib, Verlängerung oder Trennung?

Man könnte zur Quintessenz gelangen, dass der ehemalige Bremer offene Kommunikation einfordert, um die Basis für eine gemeinsame Zukunft wiederherzustellen. Aufgrund vieler Entscheidungsträger, Meinungen und Haltungen bleibt es offen, ob man schlussendlich weitermacht, verlängert oder sich doch vorzeitig trennt.

Schlüssel dabei könnte sicherlich das Global Team von Red Bull Soccer sein, das eigentlich an einer nachhaltigen Erfolgsstory interessiert sein dürfte.

Am Cottaweg bleibt es nicht nur spannend, sondern auch ergebnisoffen.

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