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90.+1! DFB-Schreck zerstört Ronaldos WM-Traum

Für Cristiano Ronaldo ist der Traum vom WM-Titel wohl für immer geplatzt.

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Cristiano Ronaldo kann die Tränen nach dem WM-Aus von Portugal nicht zurückhalten. © Imago

Für Cristiano Ronaldo ist der Traum vom WM-Titel wohl für immer geplatzt.

Mit Portugal verlor der Altstar am Montag das offensiv geführte WM-Achtelfinale gegen Europameister Spanien mit 0:1 (0:0) und verpasste einen glorreichen Abschied von der grössten Fussballbühne. Für den 41-jährigen Ronaldo dürfte sein 27. WM-Spiel zugleich sein letztes gewesen sein.

MATCHFACTS: PORTUGAL - SPANIEN

⚽ Portugal 0:1 Spanien ⚽

WM 2026 · Viertelfinale
👥 Zuschauer: 70.649 · 👨‍⚖️ Schiedsrichter: Anthony Taylor (England)


TORE

0:1   🇪🇸   Mikel Merino (90.+1')

AUFSTELLUNG

🇵🇹 Portugal
Diogo Costa – Cancelo (71. Dalot), Dias 🟨, Veiga 🟨, Mendes (56. Semedo) – João Neves, Vitinha (Bernardo Silva 🟨) – Pedro Neto, Bruno Fernandes, João Félix (Leão) – Cristiano Ronaldo
Trainer: Martínez


🇪🇸 Spanien
Unai Simón – Porro, Cubarsí, Laporte, Cucurella – Rodri, Pedri (85. Fabián Ruiz) – Olmo (85. Merino ⚽) – Yamal, Oyarzabal (90.+7 Iglesias), Baena (75. Ferran Torres 🟨)
Trainer: De La Fuente

Mitfavorit Spanien jubelte im iberischen Nachbarschaftsduell in Dallas dank des späten Treffers des kurz zuvor eingewechselten Mikel Merino (90.+1) über den erstmaligen Viertelfinal-Einzug seit dem Titelgewinn 2010. Spaniens Gegner in der Runde der letzte Acht ist am kommenden Freitag in Los Angeles (21 Uhr im ZDF und bei MagentaTV) Co-Gastgeber USA oder Belgien.

"Wir wussten, dass die Portugiesen tief stehen würden. Wir haben unser Bestes gegeben. Mit dem späten Treffer haben wir den Unterschied gemacht. Es waren die kleinen Details, die entscheidend waren", sagte Spaniens überragender Mittelfeldspieler Rodri, er betonte jedoch zugleich: "Jetzt müssen wir den Blick nach vorne richten. Jetzt geht es darum, dass wir uns auf dem Erfolg nicht ausruhen."

Spanien Nationalmannschaft

  • WM Teilnahmen: 16 (zuletzt 2022)
  • WM-Rekordtorschütze: David Villa (9 Tore)
  • WM-Rekordspieler: Sergio Ramos, Iker Casillas & Sergio Busquets (je 17 Spiele)
  • FIFA-Weltrangliste: 2. Platz (Stand: 06/2026)
  • Beste WM-Platzierung: Weltmeister (2010)

"Fest für den Fussball"

Vor allem das Generationenduell zwischen Spaniens Jungstar Lamine Yamal (18) und Ronaldo, aber auch das Kräftemessen der Mittelfeldstrategen Rodri und Vitinha hatten die Schlagzeilen vor der Partie bestimmt. Portugals spanischer Trainer Roberto Martinez sprach von einem "Fest für den Fussball", Spaniens Coach Luis de la Fuente sagte über Yamal: "Er liebt genau solche Spiele." Ronaldo erklärte kämpferisch: "Wir alle versuchen, den Titeltraum zu verwirklichen."

Beiden Mannschaften war ihr hohes technisches Niveau von Beginn anzusehen. Trickreich und ballsicher suchten sie nach Lösungen und kamen zu ersten Abschlüssen. Spaniens Torjäger Mikel Oyarzabal versuchte es zunächst aus der Distanz (3.), dann vergab der 29-Jährige völlig freistehend leichtfertig die Führung (8.). Portugal versteckte sich in der unterhaltsamen Anfangsphase nicht und trug zum Spektakel bei: Joao Cancelo (7.) und Ronaldo (12.) gaben die ersten Warnschüsse ab.

Portugal Nationalmannschaft

  • WM Teilnahmen: 8 (zuletzt 2022)
  • WM-Rekordtorschütze: Eusébio (9 Tore)
  • WM-Rekordspieler: Cristiano Ronaldo (22 Spiele)
  • FIFA-Weltrangliste: 5. Platz (Stand: 06/2026)
  • Beste WM-Platzierung: 3. Platz (1966)

Diogo Costa glänzt mit Doppelparade

Auch nach dem turbulenten Start blieb das Tempo hoch. Spanien spielte sich an den Strafraum, bei der Doppelchance von Yamal und Alex Baena (16.) reagierte Portugals Torhüter Diogo Costa überragend. Pedris tückische Hereingabe aus dem Halbfeld parierte der Schlussmann des FC Porto reaktionsschnell mit dem Fuss (31.).

Auf der Gegenseite war wie gewohnt auf Unai Simon Verlass. Der Baske, der in den ersten vier Spielen ohne Gegentor geblieben war, zeigte gegen Joao Felix und Ronaldo (37.) starke Reflexe. Beim Schuss von Nuno Mendes war Simón im Glück: Pedro Porro lenkte den Ball an die Latte (41.). Von Spanien kam bis zur Pause offensiv nicht mehr viel. Yamal war auf dem rechten Flügel abgemeldet.

Portugal kam mit mehr Schwung aus der Kabine und stiess häufig ins letzte Drittel vor, war in seinen Aktionen aber nicht zwingend genug. Durch Verletzungspausen ging der Rhythmus im Spiel etwas verloren. Spanien benötigte lange, um die Schlagzahl zu erhöhen, wurde dann aber gefährlich. Yamal prüfte Costa per Freistoss (73.). In der 85. Minute kam Merino - und traf nach einem schnell ausgeführten Freistoss.

SID

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