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Auch Kolumbien will die beste WM zeigen

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Ein Trainer aus Argentinien, ein Captain auf Formsuche und riesige Ambitionen: Das ist das kolumbianische Nationalteam, der Achtelfinal-Gegner der Schweiz.

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Luis Diaz von Bayern München ist der Star der kolumbianischen Mannschaft © KEYSTONE/AP/Jeff Roberson

Der Schock war gross, als Kolumbien die Qualifikation für die WM 2022 verpasste. Für das Land mit der zweithöchsten Bevölkerungszahl Südamerikas (gut 53 Millionen) war dies eine Schmach - und natürlich wurde ein neuer Trainer gefordert.

Der Verband kontaktierte daraufhin einen alten Bekannten. Einen, der für eine goldene Ära des kolumbianischen Fussballs stand: Nestor Lorenzo. Der Argentinier war von 2012 bis 2018 Assistent seines Landsmanns José Pekerman.

Unter diesem Duo glänzte Kolumbien an der WM 2014 mit dem Einzug in den Viertelfinal. Vier Jahre später hatte die Mannschaft Pech: Als Gruppensieger traf sie im Achtelfinal auf England. Nach grossem Kampf scheiterten "Los Cafeteros" (Kaffeeanbauer) im Penaltyschiessen.

Als Cheftrainer führte Lorenzo die Mannschaft in der WM-Qualifikation auf den 3. Platz und schaffte 2024 beinahe Historisches: Zum erst dritten Mal zog Kolumbien an der Copa America in den Final ein. In einem dramatischen Spiel gegen Argentinien ging es in die Verlängerung, in der Lautaro Martinez mit seinem Treffer in der 112. Minute die Titelträume Kolumbiens zunichtemachte.

Klar ist: Die kolumbianischen Fussballfans träumen bereits von einer Revanche in einem möglichen WM-Viertelfinal. Diesen zu erreichen, ist das Mindestziel der Kampagne. Denn wie Murat Yakin erklärte auch Nestor Lorenzo vor dem Turnier, sein Team wolle die beste WM der Landesgeschichte spielen.

Und wie Yakin setzt Lorenzo für das Erreichen dieser hohen Ziele vor allem auf Erfahrung. Die elf Spieler aus der Startaufstellung im Sechzehntelfinal gegen Ghana wiesen einen Altersdurchschnitt von 30,46 Jahren auf. Zum Vergleich: Der Schnitt der Schweizer Startelf gegen Algerien betrug 28,82 Jahre.

Captain der Kolumbianer ist der bald 35-jährige James Rodriguez, dessen Stern an der WM 2014 aufging. Danach spielte er für Real Madrid und Bayern München, später wechselte er in die katarische Liga und verschwand so vom grossen Fussballradar. Aktuell steht er bei Minnesota United in der MLS unter Vertrag, wo er im vergangenen Halbjahr jedoch nur selten zum Einsatz kam. Deshalb stellt sich die Frage, ob Rodriguez dem Nationalteam sportlich noch entscheidend helfen kann oder mittlerweile eher eine Belastung ist. Gegen Ghana wurde er angeschlagen zur Halbzeit ausgewechselt.

Der eigentliche Leader ist Luis Diaz von Bayern München, der in der abgelaufenen Saison in 51 Pflichtspielen mit 26 Toren und 23 Assists brillierte. Stark präsentierte sich zudem der kolumbianische Defensivblock um den 37-jährigen Goalie Camilo Vargas. In den bisherigen vier WM-Partien hat Kolumbien, das in der Weltrangliste auf Platz 13 und damit sechs Ränge vor der Schweiz liegt, erst ein Gegentor kassiert.

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