In einem potenziellen Achtelfinale könnte es zum Duell mit Deutschland kommen.
Aus Boston berichtet Kerry Hau
Jetzt ist auch der Weltfussballer bei der Weltmeisterschaft angekommen!
War nach den ersten beiden französischen Spielen gegen den Senegal (3:1) und den Irak (3:0) noch hauptsächlich von Kylian Mbappe und Michael Olise die Rede, schlug am Freitag im WM-Stadion von Boston gegen Norwegen die Stunde des Ousmane Dembele.
Mit drei wunderschönen Treffern in der ersten Halbzeit sicherte der Ausnahmekönner von Paris Saint-Germain nahezu im Alleingang den dritten Sieg. Da in den Tagen zuvor Kritik in Frankreich aufgekommen war, er sei im Gegensatz zu Mitspielern wie Mbappe und Olise noch nicht wirklich in WM-Form, machte Dembele nach einem Treffer eine vielsagende Handbewegung nach dem Motto: "Redet ihr mal weiter! Ich spreche auf dem Platz."
Dembele und Frankreich laufen heiss!
Zur Wahrheit gehört zwar auch, dass der Gegner geringes Interesse an einem Gruppensieg hatte. Denn Norwegens Trainer Staale Solbakken schickte bewusst eine auf zehn (!) Positionen veränderte B-Elf auf den Rasen - ohne die Top-Stars Erling Haaland und Martin Odegaard - und begründete dies hinterher damit, Schonung für die K.o.-Phase sei "ein absoluter No-Brainer".
Doch die Qualitäten der Franzosen, gerade im letzten Drittel, lassen unabhängig von Norwegens extremer Personal-Rochade wenig Zweifel an einem erfolgreichen Turnier aufkommen.
Klar ist: Schlägt Deutschland Paraguay im Sechzehntelfinale und trifft am 4. Juli in Philadelphia auf die Bleus, braucht es einen absoluten Sahnetag. Dembele und Co. kennen keine Gnade!