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Marcelo Bielsa rechnet nach WM-Aus mit sich selbst ab

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Uruguay scheitert an der WM in der Vorrunde. Goalie Fernando Muslera bittet im Anschluss um Verzeihung, während Trainer Marcelo Bielsa mit sich selbst abrechnet.

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Marcelo Bielsa scheitert mit Uruguay in der Vorrunde © KEYSTONE/EPA/FRANCISCO GUASCO

Nur einmal in den vergangenen 16 Jahren ist Uruguay bereits in der Vorrunde einer WM ausgeschieden - vor vier Jahren in Katar. Nun folgte das Aus erneut nach drei Gruppenspielen, war aber um einiges deutlicher als jenes 2022.

In Katar konnte der erste Weltmeister ein Spiel gewinnen, einmal 0:0 spielen - einzig gegen Portugal resultierten keine Punkte. An dieser WM hingegen spielte Uruguay gegen Saudi-Arabien und Kap Verde - zwei Aussenseiter - Unentschieden. Nach der Niederlage gegen Spanien in der Nacht auf Samstag Schweizer Zeit war das Ausscheiden besiegelt.

"Ich hätte mir nie vorstellen können, wegen dieses Sports so sehr zu leiden", sagte Fernando Muslera. "Ich möchte meine Mitspieler und alle Uruguayer um Verzeihung bitten", so der Goalie, der beim einzigen Treffer Spaniens keine gute Figur machte und selbst um seine Auswechslung bat.

Auch Trainer Marcelo Bielsa, der Uruguay seit Mai 2023 coacht, ging hart mit sich selbst ins Gericht. "Was ich Uruguays Fussball gegeben habe, ist nichts", rechnete Bielsa mit sich selbst ab und richtete den Blick nach unten. "Wenn sie mich fragen, wie man sich an mich erinnert, dann als jemand, der nichts erreicht hat." Er habe das Potenzial der Spieler nicht abrufen können.

Vor der entscheidenden Partie habe der 70-Jährige wegen seiner Art und seinen Trainings Medienberichten zufolge gar die Kontrolle über das Team verloren. Als Bielsa gegen Spanien dann den Captain Fede Valverde vom Platz nahm, ignorierten sich die beiden sinnbildlich dafür gegenseitig.

Mit dem frühen WM-Aus dürfte das Kapitel Uruguay für Bielsa beendet sein. "Es ist eine harte und traurige Realität, mit der wir uns auseinandersetzen müssen", sagte Abwehrspieler José María Giménez: "Es gab kein einziges Gesicht (in der Kabine), das nicht traurig und angeschlagen aussah. Es ist die Traurigkeit von uns allen und ganz Uruguay."

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