Farce in Las Vegas kostet die Formel 1 nach Vergleich Millionen
Die Farce um einen defekten Wasserschacht beim GP von Las Vegas vor drei Jahren kommt die Formel 1 teuer zu stehen. Liberty Media verständigt sich auf einen Vergleich in Höhe von 2,6 Millionen Euro.
Der Inhaber der kommerziellen Rechte der Motorsport-Königsklasse, der das Rennen in Nevada auch selbst veranstaltet, will damit eine von verärgerten Zuschauern angestrengte Sammelklage beilegen, wie US-Medien berichteten.
Von etwa 32'000 Fans ist die Rede, die ihre Ansprüche geltend machen könnten. Der kurz nach dem Rennen aufgerufene Schadenersatz lag noch bei umgerechnet etwa einer Milliarde Euro.
Liberty Media und der Las Vegas Grand Prix räumten im Rahmen des Vergleichs keine Schuld ein. Eine finale Anhörung ist für den 4. November vor dem US-Bezirksgericht von Nevada angesetzt, wie am Rande des Formel-1-Rennens in Ungarn bekanntgegeben wurde.
Die Formel 1 wollte mit der Rückkehr nach Las Vegas vor der Glitzerkulisse auf dem weltberühmten Strip im November 2023 eine riesige Show abziehen - verpatzte aber die Premiere. Wegen der defekten Abdeckung eines Wasserschachts auf dem Asphalt war das erste Training nach 19 Minuten abgebrochen worden. Anschliessend mussten alle Abdeckungen auf der gesamten Strecke entfernt und mit Sand sowie Asphalt aufgefüllt werden.
Erst mit zweieinhalb Stunden Verspätung konnten die Piloten die zweite Einheit bestreiten. Da waren die Fanzonen jedoch längst geräumt. Die Formel 1 hatte Fans, die ein mehrere Hundert Dollar teures Ticket nur für den Auftakttag besassen, Warengutscheine angeboten.