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"Gehört nicht in die Formel 1": Norris fordert Rennsperre für F1-Gegner

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Der Crash sorgt im Formel-1-Fahrerlager für Diskussionen. Während Norris eine härtere Bestrafung verlangt, halten Max Verstappen und andere Fahrer eine Sperre für überzogen.

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McLaren-Star Lando Norris (vorne) wurde in Baku von Franco Colapinto (Alpine) aus dem Rennen genommen und forderte anschließend eine Sperre. © Imago

Der Crash sorgt im Formel-1-Fahrerlager für Diskussionen. Während Norris eine härtere Bestrafung verlangt, halten Max Verstappen und andere Fahrer eine Sperre für überzogen.

Lando Norris hat nach dem Grossen Preis von Aserbaidschan eine Sperre für Franco Colapinto gefordert!

  • ZUM NACHLESEN: So lief der GP von Aserbaidschan

Der Alpine-Pilot hatte beim Restart in Runde 35 nach dem Crash von Williams-Fahrer Alexander Albon sowohl seinen Teamkollegen Pierre Gasly als auch den Weltmeister aus dem Rennen manövriert. Colapinto hatte sich grob verschätzt und am Ende der langen Start- und Zielgeraden den Bremspunkt verpasst. Anschliessend war er mit hoher Geschwindigkeit in Gasly reingerauscht. Gasly wiederum nahm Norris mit.

"Ich wurde gerade aus dem Rennen genommen. Es gibt einfach einige Fahrer, die - ganz ehrlich gesagt - nicht in die Formel 1 gehören", polterte der McLaren-Star in der Interviewzone im Paddock von Baku. "Wenn man bei einem Restart solch einen Unfall verursacht, sollte man mindestens für ein Rennen gesperrt werden", forderte Norris sogar eine Sperre für Colapinto.

Colapinto-Strafe in Malaysia

Der 23-Jährige bekam von den Rennkommissaren für seinen groben Fauxpas später eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgebrummt. Da auch Colapinto das Rennen nicht beenden und somit seine Strafe nicht absitzen konnte, wird er diese mit in das kommende Rennwochenende nach Malaysia nehmen. Dort wird diese Strafe in eine Gridstrafe umgewandelt werden. Colapinto muss dann fünf Plätze weiter hinten starten.

"Ich finde, die FIA sollte strenger sein und für so etwas Sperren verhängen", wurde Norris noch einmal deutlich und betonte zudem: "Wissen Sie, das ist leichtsinnig. Das kostet eine Menge Geld. Alle meine Teile liegen jetzt im Müll. Also ja, die Leute sollten einfach gesperrt werden. Das ist kein Rennfahren."

LANDO NORRIS 🇬🇧

  • Name: Lando Norris
  • Geburtstag: 13. November 1999 (Bristol, England)
  • Team: McLaren Racing
  • Erstes F1-Rennen: GP von Australien (2019, 12.)
  • Erster F1-Sieg: GP von Miami (2024)
  • Titel: 1 (2025)
  • Vorherige Teams: -

Colapinto entschuldigt sich

Colapinto selbst zeigte sich nach Rennende reumütig. "Das war ein grosser Fehler. Ich habe die Reifen und die Bremsen komplett blockiert und hatte die Kontrolle völlig verloren", so der Unfallverursacher und weiter: "Es gibt nicht viel mehr zu sagen, als mich natürlich beim Team und bei Pierre zu entschuldigen. Das Team hat wirklich hart daran gearbeitet, Punkte zu holen, und ich habe das durch einen grossen Fehler zunichtegemacht, daher tut es mir leid für das Team."

Er übernehme für seinen Fehler "die volle Verantwortung. Ich habe mit Pierre gesprochen und natürlich ist er sehr verärgert. Natürlich ist es umso enttäuschender, wenn man seinen Teamkollegen aus dem Rennen nimmt, das ist der wichtigste Aspekt dabei. Wenn ich einen Fehler mache und er nur mich betrifft, ist es in Ordnung, daraus zu lernen. Aber wenn es auch das andere Auto betrifft, ist das schwerwiegend", erklärte Colapinto.

FRANCO COLAPINTO 🇦🇷

  • Name: Franco Alejandro Colapinto
  • Geburtstag: 27. Mai 2003 (Pilar, Argentinien)
  • Team: BWT Alpine F1 Team
  • Erstes F1-Rennen: GP von Italien (2024, 12.)
  • Erster F1-Sieg: -
  • Titel: -
  • Vorherige Teams: Williams

Colapinto reagiert auf Norris

Auf die Forderung von Norris nach einer Rennsperre reagierte der Alpine-Pilot ebenfalls. "Es tut mir leid für Lando, dass ich das getan habe, denn ich habe auch ihn aus dem Rennen geworfen und nicht nur Pierre. Es war einfach ein Fehler, und ich hatte die Kontrolle verloren. Ich konnte nicht viel tun. Sobald ich die Bremsen betätigte, blockierten meine Räder", gab Colapinto zu Protokoll.

Auf der Pressekonferenz der Top-3 waren sich George Russell, Max Verstappen und Isack Hadjar einig, dass eine Bestrafung für einen solchen Crash überzogen wäre. "Wenn der Fahrer, der den Unfall verursacht hat, versteht, was er getan hat und sich entschuldigt, dann passieren solche Dinge eben. Wenn die Räder blockieren und man auf der Innenseite mit wenig Grip fährt, ist es bedauerlich, dass so viele Autos in den Unfall verwickelt wurden, aber so etwas kann passieren. Eine Rennsperre ist etwas übertrieben", sagte Verstappen. Russell etwa fand Norris' Forderung "zu hart. Bei einem Safety-Car-Restart mit kalten Reifen kann ein sehr kleiner Fehler grosse Folgen haben."

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