Heim-Länderspiele wieder mit Stehplätzen
Ab September und erstmals nach über einem Vierteljahrhundert wird es bei Heim-Länderspielen der Schweizer Männer- und Frauen-Nationalteams wieder Stehplatzbereiche geben.
Dies teilte der Schweizerische Fussballverband am Mittwoch mit. Erstmals in den Genuss von Stehplätzen kommen die Fans bei den Heimspielen der Männer in der Nations League gegen Slowenien (3. Oktober) und Nordmazedonien (6. Oktober). Beide Partien finden in Luzern statt. Das Frauen-Nationalteam wird im WM-Playoff-Spiel gegen Israel (13. Oktober) erstmals auch von Fans auf den Stehplätzen unterstützt. Wo die Partie stattfindet, ist noch nicht klar.
Grundlage für die Wiedereinführung der Stehplätze ist ein Entscheid des UEFA-Exekutivkomitees. Das seit der Saison 2022/23 laufende Beobachtungsprogramm für Stehplätze wurde für die Saison 2026/27 verlängert und auf weitere UEFA-Wettbewerbe ausgeweitet. Bislang beschränkte sich das Programm auf den Europacup der Männer.
Der SFV, der gemäss eigenen Angaben nicht ins Beobachtungsprogramm involviert war, darf Stehplätze anbieten, weil diese in den Stadien der Swiss Football League bereits seit mindestens drei Jahren angeboten worden sind.
Nach Stadionkatastrophen wie jener in Hillsborough, als 1989 bei einer Massenpanik 97 Menschen ums Leben kamen, setzte sich international zunehmend das Prinzip reiner Sitzplatzstadien durch. FIFA und UEFA liessen ab 1998 bei internationalen Spielen schliesslich keine klassischen Stehplätze mehr zu. Sitzplätze gelten als sicherer und besser zu kontrollieren.