Keine US-Visa für mehrere iranische Funktionäre
Die Einreise der iranischen Nationalmannschaft in die USA ist geklärt, doch nicht alle Mitglieder der Delegation erhalten offenbar eine Erlaubnis.
Anders als alle Nationalspieler werden mehrere Funktionäre des iranischen Fussball-Verbandes laut Medien keine Visa zur Einreise in die USA für die anstehende Weltmeisterschaft erhalten. Zu ihnen zählt demnach auch Verbandspräsident Mehdi Tadsch. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurde ferner unter anderem dem Teammanager, den Vertretern des Aussenministeriums und der Sicherheitsabteilung sowie dem Pressechef der Mannschaft die Einreise in die USA verweigert.
Die Medien berichten von insgesamt zwölf abgelehnten Anträgen, aber eine offizielle Bestätigung des Verbands steht noch aus. Die Betroffenen sollen die Nationalmannschaft dennoch nach Tijuana begleiten, um in Mexiko erneut Visa-Anträge für die USA zu stellen. In der Stadt nahe der Grenze zum US-Bundesstaat Kalifornien wird das Team in der Nacht zum Sonntag erwartet.
Zuvor hatten alle Mitglieder der iranischen Mannschaft ihre Visa für die Einreise in Mexiko erhalten. Wie die US-Nachrichtenagentur AP zudem unter Berufung auf nicht genannte US-Offizielle berichtete, sind für Spieler, Trainer und weitere Mitglieder des Mannschaftsstabes auch die Visa zur Einreise in die USA genehmigt worden.
Der Iran befindet sich seit Ende Februar in einem militärischen Konflikt mit den USA. Die Einreise der Nationalmannschaft in die Vereinigten Staaten hatte für Diskussionen gesorgt. Auch deshalb erklärte der iranische Verband Ende Mai, dass er sein Trainingscamp aus dem US-Bundesstaat Arizona ins südlich von San Diego gelegene mexikanische Tijuana verlegen wird.
Die iranische Auswahl bestreitet ihre ersten beiden Gruppenspiele in Los Angeles. Das dritte Vorrundenspiel findet in Seattle statt.