Knicks sichern sich bei erster Gelegenheit den Titel
Die New York Knicks sind zum dritten Mal NBA-Champion. Der Traditionsklub nutzt gleich seinen ersten Matchball und landet auswärts in San Antonio mit 94:90 den entscheidenden vierten Sieg.
Die Knicks waren im fünften Spiel der Best-of-7-Serie praktisch immer im Hintertreffen. Im zweiten Viertel lagen die Gäste zeitweise mit 16 Punkten zurück. Nach Spielhälfte kamen sie zwar bis auf drei Zähler heran, sie mussten den Gegner aber wieder auf bis zu 15 Punkte davonziehen lassen. Dass die Knicks aber auch in Anbetracht von grossen Rückständen nicht den Kopf verlieren, bewiesen sie bereits drei Tage zuvor in Spiel 4, als sie im Madison Square Garden 29 Punkte wettmachten und noch siegten.
Und auch am Samstag in San Antonio legten die Knicks in der Endphase nochmals zu. Angeführt vom überragenden Jalen Brunson (45 Punkte) legten sie einen 10-Punkte-Lauf hin (83:83) und gingen wenig später beim Stand von 86:85 erstmals seit dem Startviertel wieder in Führung. Eine Führung, die sie sich nicht mehr nehmen liessen.
"Ich habe keine Worte. Es ist alles, von dem ich jemals geträumt habe. Ich weiss nicht, was ich fühle. Ich bin in Ehrfurcht. Immer, wenn sie uns angezählt haben, haben wir einen Weg gefunden", sagte Brunson, der zum MVP der Final-Serie gewählt wurde, bei ESPN. Bei dem Interview musste sich der Star mehrfach sammeln. Als er gefragt wurde, was es ihm bedeutet, den Titel mit seinem Vater Rick - der im Betreuerstab der Knicks arbeitet - feiern zu können, war er sekundenlang ruhig und sagte dann nur: "Das siehst du."
Während die San Antonio Spurs um Starspieler Victor Wembanyama den angestrebten sechsten Titel nicht realisieren konnten, sind die New York Knicks zum dritten Mal Champion nach 1970 und 1973. Für die Franchise aus dem "Big Apple" fand eine mehr als 50-jährige Leidenszeit in der Nacht auf Sonntag ihr Ende.