Der Weltmeister von 2014 kehrt trotz Rücktritt und Verletzungsproblemen als klare Nummer eins zurück – mit weitreichenden Folgen für Oliver Baumann.
Julian Nagelsmann hat im Tor der deutschen Nationalmannschaft für klare Verhältnisse gesorgt - und dabei eine bemerkenswerte Entscheidung getroffen: Manuel Neuer wird bei der WM 2026 als Nummer eins im Kasten stehen.
"Ja, plane ich", bestätigte der Bundestrainer ohne Umschweife bei der Kaderbekanntgabe und untermauerte seine Entscheidung mit deutlichen Worten. "Jeder weiss, welche Aura Manu umgibt. Die Entscheidung ist in meinen Augen die richtige."
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Baumann ist "Weltklasse-1b"
Damit feiert der 40 Jahre alte Weltmeister von 2014 ein überraschendes Comeback in der DFB-Auswahl - obwohl er nach dem EM-Aus im Sommer 2024 eigentlich seinen Rücktritt erklärt hatte. Trotz aktueller körperlicher Probleme und seines fortgeschrittenen Fussballeralters setzt Nagelsmann auf die Erfahrung und Ausstrahlung des langjährigen Bayern-Keepers.
Leidtragender der Entscheidung ist Oliver Baumann. Der Hoffenheimer, der nach der Verletzung von Marc-Andre ter Stegen zur Nummer eins aufgestiegen war und lange als WM-Stammtorhüter galt, rückt nun wieder in die zweite Reihe. Nagelsmann räumte ein, dass die Entscheidung für Baumann "ein Schlag" gewesen sei, lobte ihn aber zugleich als "Weltklasse-1b".
Immerhin: Baumann stellt sich in den Dienst der Mannschaft. In mehreren Gesprächen habe der 35-Jährige signalisiert, dass er das Team bestmöglich unterstützen wolle - unabhängig von seiner Rolle.
DFB-Testspiel gegen Finnland
Die Personalie Neuer war zuvor intern intensiv diskutiert worden. "Es gab extrem viele Diskussionen", erklärte Nagelsmann. Bis kurz vor der finalen Kaderabgabe seien Optionen geprüft worden, ehe der Trainerstab nun eine klare Linie gezogen habe. "Die internen Diskussionen sind vorbei", betonte Nagelsmann.
Vor dem WM-Start in den USA, Kanada und Mexiko stehen noch zwei Testspiele an: Am 31. Mai trifft Deutschland in Mainz auf Finnland, bevor am 6. Juni in Chicago ein Duell mit Gastgeber USA folgt.
In der Gruppenphase wartet auf das DFB-Team eine machbare, aber keineswegs einfache Aufgabe: In Gruppe E trifft Deutschland auf Curacao, die Elfenbeinküste und Ecuador.
Neuer soll für Stabilität sorgen
Mit Manuel Neuer im Tor soll dabei ein vertrautes Gesicht für Stabilität sorgen - und vielleicht ein weiteres Sommermärchen möglich machen.
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