Pogacar auch im Sprint top, Thalmann mit langer Flucht
Tadej Pogacar gewinnt auch die 2. Etappe der Tour de Romandie. Nach seinem Sieg am Mittwoch entscheidet der slowenische Gesamtleader das Teilstück Richtung Vucherens im Kanton Waadt für sich.
Auch im Sprint des Feldes war keiner Tadej Pogacar gewachsen. Der favorisierte Franzose Dorian Godon musste sich dem Alleskönner um eine Radlänge geschlagen geben. In der Gesamtwertung führt Pogacar dank der Bonifikationen nun 17 Sekunden vor dem Deutschen Florian Lipowitz.
Bevor Pogacar auf den letzten der 173 Kilometern das Geschehen im Alleingang eindrücklich kontrollierte und unter anderem auch einen Angriff des Jurassiers Yannis Voisard vereitelte, hatte eine vierköpfige Fluchtgruppe mit dem Luzerner Roland Thalmann den dritten Renntag geprägt. Fast während des ganzen Teilstücks fuhr sie an der Spitze. Erst vier Kilometer vor dem Ziel wurde mit dem Schweden Jakob Söderqvist der letzte Ausreisser vom Feld eingeholt. Für Thalmann lohnte sich der Aufwand aber trotzdem: Der für das Schweizer Team Tudor fahrende 32-Jährige aus dem Entlebuch holte sich dank der gesammelten Punkte die Führung in der Bergpreiswertung.
Der Zürcher Mauro Schmid, der auf dieser hügeligen Etappe berechtigte Ambitionen auf den Sieg hatte, musste nach rund 80 Kilometern krankheitsbedingt aufgeben. Ein Husten machte das Weiterfahren für den zuletzt in den Klassikern überzeugenden Schweizer Meister unmöglich. Auch Joel Suter musste aufgeben. Mit Voisard, Thalmann und Robin Donzé verbleiben damit nur noch drei Schweizer im Rennen.