Rapperswil-Jona Lakers beenden Niederlagenserie
Leader ZSC Lions und das Schlusslicht Rapperswil-Jona Lakers gewinnen zuhause. Auch der Zweitletzte Kloten kehrt aus Lugano mit drei Punkten zurück. Das sind die Fakten der Vollrunde vom Freitag.
In der letzten Saison gewann Ambri-Piotta gegen die Rapperswil-Jona Lakers in drei von vier Spielen und punkteten immer. Heuer läuft es den Tessinern deutlich besser, doch in Rapperswil-Jona betätigen sie sich als Aufbaugegner. Gegen defensiv anfällige Leventiner gewinnen die Lakers 6:3 und beenden eine Serie von fünf Spielen ohne einen Punkt. Entscheidend ist das Powerplay: Das 4:3 (49.) und 5:3 (56.) durch Victor Rask und Gian-Marco Wetter fällt mit einem Mann mehr.
Die ZSC Lions reagieren sofort auf die erste Saisonniederlage am Dienstag gegen Davos. Diesmal verschlafen die Zürcher den Start nicht, geraten dafür am Ende durch das 3:2 der SCL Tigers noch leicht ins Zittern. Simon Knak im ersten, Verteidiger Mikko Lehtonen im zweiten und Topskorer Denis Malgin im dritten Drittel sorgen regelmässig für ein zunächst klares Skore, der Anschlusstreffer zum 2:3 durch Jérôme Bachofner fällt gut zwei Minuten vor Schluss.
Kloten entdeckt plötzlich seine Offensivpower. Erstmals seit den beiden Startspielen gewinnen die Zürcher Unterländer wieder zwei Partien in Folge, und erneut ist Lugano das "Opfer". Wie am 18. September zuhause lautet das Resultat auch im Tessin 5:2. Der Finne Petteri Puhakka und der Captain Dario Meyer zeichnen sich als Doppeltorschützen aus. Am Dienstag hatte Kloten gegen Lausanne 4:3 gewonnen, fünf Treffer in einem Spiel gelangen ihnen aber nur zweimal - beide Male gegen Lugano.
Langsam darf man sich an Ajoie in der vorderen Ranglistenhälfte gewöhnen. Die Jurassier gewinnen zum zweiten Mal in dieser Saison gegen Servette und wahren ihre Serie, noch nie zweimal in Folge verloren zu haben. Jesse Zgraggen und Julius Honka bringen Ajoie bereits im Startdrittel 2:0 in Führung, am Ende resultiert ein deutlicher 5:0-Sieg. Goalie Antoine Keller wehrt für seinen ersten Shutout 38 Schüsse der nach wie vor ersatzgeschwächten Genfer ab, die zum dritten Mal in Folge verlieren. Ajoie hat "nur" 24 Abschlüsse.
Fribourg-Gottéron bleibt zuhause eine Macht. Mit einem 6:3-Erfolg gegen Biel holt der Meister im eigenen Stadion den sechsten Sieg im siebten Spiel. Für Biels Coach Christian Dubé gibt es der langjährigen Wirkungsstätte nichts zu holen. Die Entscheidung fällt nach zwei torlosen Dritteln allerdings erst mit neun Treffern im letzten Abschnitt. Fribourg revanchiert sich damit für die Niederlage zum Saisonauftakt in Biel. Bereits in der letzten Saison gab es mit 4:0 und 6:1 zwei deutliche Siege gegen die Seeländer.
Der SC Bern gewinnt beim schwächelnden Playoff-Finalisten Davos 4:1 und verdankt den Sieg einem starken Connor Hughes im Tor und seiner "Jugend forscht"-Fraktion. Das 2:0 erzielt der 20-jährige Joel Grossniklaus mit seinem ersten NL-Tor überhaupt, das 3:0 der ein Jahr ältere Alain Graf mit seinem ersten Saisontreffer und das 4:0 der ebenfalls 21-jährige Nils Rhyn. Der SCB gewinnt zum fünften Mal in den letzten sechs Spielen, der HCD verliert hingegen inklusive Champions League zum vierten Mal in Folge zuhause.
Wegen des Stadionumbaus muss der EV Zug acht Spiele warten, ehe er zum ersten Mal in dieser Saison in der heimischen Halle antreten darf. Der Königstransfer Vinzenz Rohrer lässt sich nicht lange bitte und trifft gegen Lausanne nach nur 57 Sekunden zur Führung. Die Entscheidung für die Zentralschweizer fällt aber im Mitteldrittel, als Sven Senteler und Rico Gredig innert 50 Sekunden von 1:1 auf 3:1 stellen. Lausanne verliert damit auch das zweite Spiel seit der Verpflichtung des langjährigen Schweizer NHL-Stürmers Philipp Kurashev.
Rapperswil-Jona Lakers - Ambri-Piotta 6:3 (2:2, 1:0, 3:1)
5011 Zuschauer. - SR Ruprecht/Stricker, Huguet/Nater. - Tore: 5. (4:26) Jensen (Rask, Pilut) 1:0. 5. (4:38) Lukas Landry (Heed, Worge Kreü) 1:1. 9. Wetter (Moy) 2:1. 15. Heed (Järventie, Schnarr/Powerplaytor) 2:2. 28. Moy (Labanc, Dünner/Powerplaytor) 3:2. 42. Järventie (Isacco Dotti) 3:3. 49. Rask (Jensen, Larsson/Powerplaytor) 4:3. 56. Wetter (Rask, Jensen/Powerplaytor) 5:3. 58. Dünner 6:3 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 plus 5 Minuten (Graf) gegen Rapperswil-Jona Lakers, 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Larsson; Järventie.
Rapperswil-Jona Lakers: Punnenovs; Quinn, Pilut; Bisig, Larsson; Capaul, Dufner; Maier; Jensen, Rask, Fritz; Labanc, Zangger, Lammer; Moy, Dünner, Wetter; Graf, Albrecht, Hornecker; Segafredo.
Ambri-Piotta: Senn; Dario Wüthrich, Pezzullo; Heed, Worge Kreü; Bachmann, Isacco Dotti; Häfliger, Zaccheo Dotti; De Luca, Schnarr, Järventie; Joly, Kodytek, Pestoni; Muggli, Heim, Lukas Landry; Bosson, Manix Landry, Borradori.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Ustinkov (verletzt), Ambri-Piotta ohne Müller (krank), Virtanen und Philip Wüthrich (beide verletzt). Ambri-Piotta von 56:48 bis 57:07 ohne Torhüter.
Lugano - Kloten 2:5 (1:3, 1:2, 0:0)
5297 Zuschauer. - SR Gerber/Piechaczek (GER), Urfer/De Paris. - Tore: 1. (0:21) Puhakka (Aberg, Ruotsalainen) 0:1. 2. (1:04) Lycksell (Fazzini) 1:1. 2. (1:23) Meyer (Joel Henry) 1:2. 13. Puhakka (Ruotsalainen, Lindroth/Powerplaytor) 1:3. 25. Meyer 1:4. 31. Kupari (Innala) 2:4. 39. Lindroth (Ramel) 2:5. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 Minuten gegen Kloten. - PostFinance-Topskorer: Innala; Puhakka.
Lugano: Mayer; Thomson, Müller; Aebischer, Brian Zanetti; Guebey, Alatalo; Togni; Fazzini, Sanford, Lycksell; Kupari, Thürkauf, Innala; Tanner, Shore, Olsson; Marco Zanetti, Morini, Cyrill Henry; Aleksi Peltonen.
Kloten: Fadani; Johansson, Lindroth; Sidler, Rupli; Profico, Wolf; Moser; Aberg, Ruotsalainen, Puhakka; Weibel, Ramel, Luoto; Rafael Meier, Schäppi, Derungs; Liniger, Joel Henry, Meyer; Simon Meier.
Bemerkungen: Lugano ohne Bertaggia, Canonica, Dahlström, Jesper Peltonen und Simion (alle verletzt), Kloten ohne Delémont, Gignac, Hausheer, Hügli, Körbler, Prassl und Schlumpf (alle verletzt). Lugano ab 57:04 ohne Torhüter.
ZSC Lions - SCL Tigers 3:2 (1:0, 1:0, 1:2)
10'814 Zuschauer. - SR Wiegand/Arpagaus, Bachelut/Altmann. - Tore: 18. Knak (Berni, Malgin) 1:0. 35. Lehtonen (Strömwall) 2:0. 45. Malgin (Andrighetto, Lehtonen) 3:0. 49. Salzgeber (Nussbaumer) 3:1. 58. Bachofner (Emil Pettersson, Noah Meier) 3:2 (ohne Torhüter). - Strafen: je 2mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Malgin; Emil Pettersson.
ZSC Lions: Zumbühl; Weber, Berni; Kukan, Marti; Lehtonen, Geering; Schwendeler; Knak, Malgin, Andrighetto; Frödén, Grant, Balcers; Strömwall, Lammikko, Gruber; Riedi, Sigrist, Baechler; Bader.
SCL Tigers: Meyer; Gian Meier, Phil Baltisberger; Kinnunen, Nussbaumer; Noah Meier, Mathys; Lehmann; Allenspach, Björninen, Mäenalanen; André Petersson, Emil Pettersson, Dahlen; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Eggenberger; Petrini, Salzgeber, Bachofner; Wagner.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Hrubec (überzähliger Ausländer), SCL Tigers ohne Riikola (krank), Erni und Lapinskis (beide verletzt). SCL Tigers von 56:20 bis 57:46 und ab 58:04 ohne Torhüter.
Davos - Bern 1:4 (0:0, 0:2, 1:2)
5107 Zuschauer. - SR Stolc (SVK)/MacFarlane (USA), Schlegel/Cattaneo. - Tore: 31. Merelä (Marchon, Dionicio/Powerplaytor) 0:1. 37. Grossniklaus 0:2. 47. (46:12) Graf (Mitchell) 0:3. 47. (46:32) Rhyn (Graf) 0:4. 56. Lemieux (Corvi, Zadina/Powerplaytor) 1:4. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Davos, 8mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Zadina; Mitchell.
Davos: Aeschlimann; Egli, Jung; Allard, Frick; Andersson, Gernat; Van der Kaaij; Frehner, Corvi, Zadina; Steiner, Jäger, Tambellini; Aebli, Nussbaumer, Lemieux; Kessler, Blandisi, Parrée; Waidacher.
Bern: Hughes; Mitchell, Dionicio; Rhyn, Kreis; Balestra, Lindholm; Kindschi, Barandun; Bemström, Aaltonen, Lehmann; Merelä, Abols, Grossniklaus; Marco Müller, Baumgartner, Marchon; Ritzmann, Graf, Alge.
Bemerkungen: Davos ohne Asplund, Gross, Ryfors und Schreiber (alle verletzt), Bern ohne Milano und Rohrbach (beide verletzt).
Fribourg-Gottéron - Biel 6:3 (0:0, 0:0, 6:3)
9620 Zuschauer. - SR Borga/Hungerbühler, Francey/Bichsel. - Tore: 42. (41:18) Nemeth (Sörensen, Borgström) 1:0. 43. (42:48) Sylvegard (Söderström, Andersson/Powerplaytor) 1:1. 45. (44:31) Schmid (Johnson, Sörensen/Powerplaytor) 2:1. 46. (45:30) Richard (Reber, Kapla) 3:1. 49. De la Rose (Schmid, Sörensen/Powerplaytor) 4:1. 54. (53:39) Jecker (Schild, De la Rose) 5:1. 55. (54:34) Jonah Neuenschwander (Zwerger, Burren) 5:2. 56. (55:19) Rajala (Söderström, Stampfli) 5:3. 58. Jecker (Schmid) 6:3. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 4mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Sörensen; Sylvegard.
Fribourg-Gottéron: Galley; Nemeth, Johnson; Seiler, Streule; Rathgeb, Kapla; Jecker; Bertschy, De la Rose, Schild; Sörensen, Schmid, Marchon; Reber, Borgström, Richard; Nicolet, Dorthe, Hedlund; Boppart.
Biel: Säteri; Söderström, Stampfli; Trutmann, Aeschbach; Burren, Zryd; Christen; Sylvegard, Andersson, Skinner; Hofer, Jonah Neuenschwander, Zwerger; Rajala, Cajka, Sever; Sablatnig, Vermin, Bärtschi; Villard.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Glauser, Taibel und Walser (alle verletzt), Biel ohne Grossmann, Haas und Iakovenko (alle verletzt).
Zug - Lausanne 4:1 (1:1, 2:0, 1:0)
7334 Zuschauer. - SR Tscherrig/Dipietro, Humair/Meusy. - Tore: 1. (0:57) Rohrer (Kubalik, Moverare) 1:0. 8. Suomela (Holdener, Kurashev) 1:1. 35. (34:25) Senteler (Petrovic) 2:1. 36. (35:15) Gredig (Moverare, Tobias Geisser) 3:1. 58. Rohrer 4:1 (ins leere Tor). - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Rohrer; Fuchs.
Zug: Genoni; Diaz, Sklenicka; Schneller, Moverare; Tobias Geisser, Riva; Stadler; Tatar, Kovar, Wingerli; Künzle, Rohrer, Kubalik; Petrovic, Senteler, Hofmann; Gredig, Leuenberger, Antenen; Lindemann.
Lausanne: Huet; Fora, Baragano; Heldner, Carrick; Vouardoux, Sansonnens; Loeffel, Fiedler; Riat, Suomela, Kurashev; Rüegsegger, Lazar, Caggiula; Simic, Fuchs, Zehnder; Holdener, Vidal, Fust.
Bemerkungen: Zug ohne Bengtsson, Egli und Martschini (alle verletzt), Lausanne ohne Brännström, Czarnik, Marti, Miller und Oksanen (alle verletzt). Lausanne von 56:32 bis 57:26 ohne Torhüter.
Ajoie - Genève-Servette 5:0 (2:0, 1:0, 2:0)
4742 Zuschauer. - SR Kaukokari (FIN)/Fritschi, Gnemmi/Duc. - Tore: 9. Zgraggen (Anttoni Honka) 1:0. 20. (19:32) Julius Honka (Sopa, Devos/Powerplaytor) 2:0. 35. Smirnovs (Tanus, Turkulainen) 3:0. 50. Wick (Robin, Pilet) 4:0. 59. Cormier (Christe, Berthoud) 5:0. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ajoie, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Tanus; Vesey.
Ajoie: Keller; Anttoni Honka, Zgraggen; Julius Honka, Fey; Christe, Pilet; Kellenberger, Horak; Turkulainen, Smirnovs, Tanus; Sopa, Devos, Nättinen; Robin, Wick, Cormier; Christen, Diem, Berthoud.
Genève-Servette: Charlin; Le Coultre; Rutta, Henauer; Sutter, Karrer; Chanton; Puljujärvi, Verboon, Vesey; Bozon, Jooris, Miranda; Ignatavicius, Müller, Douay; Lemyre, Hedlund, Dandois; Achermann.
Bemerkungen: Ajoie ohne Cavalleri, Gerber (beide verletzt) und Carr (gesperrt), Genève-Servette ohne Boqvist, Granlund, Hischier, Kneubuehler, Manninen, Praplan, Rod, Saarijärvi und Untersander (alle verletzt).