Schwedens Sturmwarnung für Oranje
Nach dem 5:1-Erfolg gegen Tunesien, dem höchsten WM-Sieg seit 88 Jahren, wollen die Schweden am Samstag in Houston (19.00 Uhr Schweizer Zeit) den nächsten Schritt machen. Richten soll es auch gegen die Niederländer der Topsturm um Liverpools Alexander Isak und Arsenals Viktor Gyökeres.
"Individuell sind sie grossartige Spieler, aber zusammen können sie eine echte Bedrohung darstellen", meinte Schwedens Nationalcoach Graham Potter. Die Blau-Gelben hätten im Fall von drei weiteren Punkten das Ticket für die Sechzehntelfinals in der Tasche und zudem gute Chancen auf den Gruppensieg. "Das ist ein riesiges Spiel für uns am Samstag", betonte Potter.
Der Gegner hat beim 2:2 gegen Japan zum Auftakt nicht überzeugt. Bondscoach Ronald Koeman hofft, dass der niederländische Rekordtorschütze Memphis Depay nach seinen jüngsten Oberschenkelproblemen wieder komplett fit ist. Offensivmann Cody Gakpo hat jedenfalls einen Sieg im Fokus: "Wir wissen, dass wir gewinnen müssen, wenn wir die Gruppenphase überstehen wollen. Wir müssen uns darauf konzentrieren, was wir verbessern können."
Captain Virgil van Dijk wird hauptverantwortlich dafür sein, das Duo Gyökeres/Isak zu stoppen. "Ich werde gegen einen Angreifer spielen, den ich sehr gut kenne, und gegen einen anderen Stürmer, der eine sehr gute Saison gespielt hat", sagte der niederländische Abwehrchef mit Blick auf das Offensivgespann, das sein Liverpool-Teamkollege Arsenal-Konkurrent im schwedischen Nationalteam bilden.
Ebenfalls am Samstagabend (22.00 Uhr) duellieren sich in Toronto Deutschland und die Elfenbeinküste um den 1. Platz in der Gruppe E. Der Sieger der Partie steht fix in der K.o.-Phase. Allerdings würde beiden Teams nach ihren Auftaktsiegen wohl bereits ein Remis reichen.
Die DFB-Elf von Coach Julian Nagelsmann will ihre WM-Form nach dem 7:1 gegen Curaçao auch gegen die Ivorer unter Beweis stellen und weiter Selbstvertrauen tanken. "Ich finde schon, dass wir auf einem guten Weg sind. Trotzdem gibt es Dinge, die wir besser machen müssen gegen noch bessere Gegner", sagte Nagelsmann.
Zumal die Elfenbeinküste eine andere Hausnummer ist als Curaçao, wie die Westafrikaner gegen Ecuador (1:0) unter Beweis gestellt haben. Vor allem der 19-jährige Leipzig-Legionär Yan Diomande beeindruckte. "Sein Dribbling ist schon aussergewöhnlich, er hat ein krasses Tempo", meinte Deutschlands Captain Joshua Kimmich.