So geht es für das Schweizer Nationalteam weiter
An der WM haben es die Schweizer bis in den Viertelfinal geschafft. In der Qualifikation für die EM 2028 wird das Nationalteam aber nicht in Topf 1 gezogen - es könnte sogar in Topf 3 zurückfallen.
Nach der WM ist bekanntlich vor der EM. Und der Blick voraus zeigt: Obwohl die Schweiz bis in den WM-Viertelfinal vorgestossen ist, steht ihr eine möglicherweise strenge EM-Qualifikation bevor. Denn die Töpfe für die Gruppenauslosung werden gemäss UEFA-Reglement anhand der Rangliste in der Nations League eingeteilt. Und weil die Schweiz vor zwei Jahren aus der Liga A abgestiegen ist, schafft sie es nicht in Topf 1 und könnte somit auf einen starken Gegner treffen.
Es könnte sogar noch härter kommen: Verpasst die Schweiz in ihrer Nations-League-Gruppe mit Schottland, Slowenien und Nordmazedonien die Ränge 1 oder 2, fällt sie in Topf 3 zurück. Entsprechend wichtig wird das Abschneiden im Herbst sein.
Ausserdem können sich Teams wie bereits in der Vergangenheit über die Nations League für die Playoffs qualifizieren, sollten sie die direkte EM-Qualifikation verpassen.
Für Murat Yakin war der Blick nach vorne so kurz nach dem Ausscheiden an der WM schwierig. Der Schweizer Nationaltrainer erklärte, dass sein Team natürlich die Rückkehr in die Liga A in der Nations League anstrebe. "Gleichzeitig gibt uns die Nations League auch die Möglichkeit, junge Spieler zu testen."
Talente wie Zachary Athekame, Sascha Britschgi, Bruno Ogbus, Alessandro Vogt oder Winsley Boteli könnten erste Einsätze erhalten. Andere junge Spieler wie Alvyn Sanches, Aurèle Amenda, Ardon Jashari oder Luca Jaquez werden womöglich vermehrt ins Team eingebaut. Natürlich immer abhängig davon, wie sich die Spieler in ihren Klubs entwickeln.
Denn obwohl die etablierten Leistungsträger grundsätzlich offen wirkten, ihre Karrieren im Nationalteam fortzuführen, sind Rücktritte nicht auszuschliessen. Und sowieso muss Yakin anstreben, dass bei Ausfällen keine grossen Lücken entstehen.
Beim nächsten Zusammenzug erwartet die Schweizer ein dichtes Programm, da im Spielplan der Nations League Anpassungen vorgenommen wurden. Statt drei Länderspielfenstern mit jeweils zwei Partien gibt es nur noch zwei. Konkret bedeutet dies, dass die Schweiz beim ersten Treffen nach der WM gleich vier Partien bestreiten wird. Diese finden vom 26. September bis 6. Oktober statt.
Auf die Auswärtsspiele in Nordmazedonien und Schottland folgen zwei Heimpartien in Luzern gegen Slowenien und Nordmazedonien. Mitte November schliesst die Schweiz die Gruppenphase mit dem Auswärtsspiel in Slowenien und dem Heimspiel gegen Schottland ab.
Am 6. Dezember werden in Belfast, der Hauptstadt Nordirlands, die zwölf Gruppen für die EM-Qualifikation ausgelost. Die Endrunde der EM 2028 findet in England, Schottland, Wales und Irland statt.