Tor- aber nicht mutlose Nordmazedonier
Nordmazedonien wartet noch immer auf den ersten Länderspieltreffer in diesem Jahr. Nationaltrainer Goce Sedloski beunruhigt das nicht.
Ein Torjubel als Trainer Nordmazedoniens blieb Goce Sedloski bislang verwehrt. In sieben Spielen unter seiner Führung gelang den Osteuropäern kein einziger Treffer. Das höchste der Gefühle bisher war je ein torloses Unentschieden gegen Irland und Bosnien-Herzegowina.
"Wir haben die Nationalmannschaft verjüngt und ich werde das auch weiterhin tun", sagte Sedloski vor dem Heimspiel gegen Schottland, das dann mit 0:2 verloren ging. "Soll sich die Kritik doch gegen mich richten. In Abstimmung mit dem Verband werde ich den Prozess, neue Spieler aufzubauen, fortsetzen." Dies brauche Zeit und könne nicht von heute auf morgen passieren, so Sedloski, der einst selber 100 Partien für Mazedonien bestritt.
In die gleiche Kerbe schlägt Bojan Miovski. Der Stürmer von den Glasgow Rangers, der den bislang letzten Treffer Nordmazedoniens im November des vergangenen Jahres erzielte, hält fest, dass jede Phase in der Nationalmannschaft ihre eigenen Herausforderungen mit sich bringe. "Wir sind jetzt an einem Punkt, an dem wir Zusammenhalt zeigen müssen. Wir haben zwar nicht die Ergebnisse erzielt, die wir erwartet hatten, aber jetzt müssen wir beweisen, dass wir ein Team sind", so Miovski.
Seit September des vergangenen Jahres gehört Elmin Rastoder zum Nationalteam Nordmazedoniens. Der 24-jährige Stürmer von Panathinaikos Athen besitzt auch den Schweizer Pass und hatte massgeblichen Anteil am sensationellen Meistertitel des FC Thun in der vergangenen Saison. Im Nationalteam jedoch weist Rastoder eine ähnlich schlechte Bilanz aus wie sein Trainer: In bisher 10 Länderspielen gelang ihm noch kein Treffer. Stand er im Hinspiel gegen die Schweiz noch in der Startaufstellung, schmorte er zuletzt zweimal 90 Minuten auf der Bank.
Es wäre eine besondere Geschichte, würde Rastoder ausgerechnet in der Schweiz ein erstes Mal im Nationaltrikot Nordmazedoniens treffen.