Noé Seifert verpasst Medaille als Vierter - Team souverän im Final
Noé Seifert verpasst an der Kunstturn-EM in Zagreb eine Medaille knapp. Der Aargauer bekommt aber weitere Podestchancen mit dem Team und am Reck. Auch Luca Morabito steht in einem Gerätefinal.
Seifert musste sich im Mehrkampf als Vierter dem kroatischen Sieger Illia Kovtun sowie den beiden Russen Arsenii Duchno und Daniel Marinow geschlagen geben. Damit wurde dem Mehrkampf-Bronzegewinner der letzten Weltmeisterschaften die Rückkehr der russischen Athleten in den internationalen Wettkampf-Betrieb zum Verhängnis. Kovtun startet als gebürtiger Ukrainer zum ersten Mal für Kroatien und erreichte 82,833 Punkte. Seifert schaffte 81,189 Punkte, womit dem Aargauer 0,701 für Bronze fehlte.
Trotz des verpassten Edelmetalls bleibt die Leistung von Seifert bemerkenswert. Besser war ein Schweizer im EM-Mehrkampf letztmals 1957 klassiert, als Max Benker in Paris Bronze holte. Mit Florian Langenegger schaffte ein zweiter Schweizer einen Top-10-Platz (10. mit 80,299).
Weiter geht es für Seifert am Samstag im Final am Reck. Diesen erreichte er als Achter und damit letzter Qualifizierter. Den zweiten Gerätefinal für die Schweiz sicherte Morabito am Boden. Auch der Tessiner musste bis zuletzt um seinen als Achter errungenen Finalplatz zittern. Er steht bereits am Freitag wieder im Einsatz.
Ohne Probleme qualifizierte sich das Team mit Seifert, Langenegger, Matteo Giubellini, Dominic Tamsel und Mattia Piffaretti für den Teamfinal. Nur die Russen um Duchno und Marinow erreichten auf den sechs Geräten mehr Punkte als das Schweizer Quintett. Am Sonntag geht es für die Mannschaften um Medaillen. Im letzten Jahr holten die Schweizer Kunstturner an der EM in Leipzig Silber.