Schwacher WM-Auftakt der Schweizer Springreiter
Die Schweizer Springreiter müssen sich klar steigern, wenn sie an der WM in Aachen das Ticket für die Olympischen Spiele in Los Angeles holen wollen. Das Jagdspringen misslingt.
Von der Kritik ausgenommen ist Olympia-Zweiter Steve Guerdat. Der Jurassier im Sattel von Dynamix drückte aufs Tempo, sein Pferd liess alle Stangen oben und erreichte die fünftbeste Zeit unter 142 Paaren.
Gaëtan Joliat mit Chelsea als 60., Martin Fuchs auf Conner Jei (69.) und Jason Smith mit Picobello (90.) liessen sich für die Prüfung gegen die Uhr mehr Zeit. Dennoch fiel bei allen eine Stange, was jeweils einen Zeitzuschlag von vier Sekunden eintrug. Insbesondere Fuchs und Smith, die auch Ambitionen im Einzel hegen, befinden sich damit arg in der Defensive.
In der Team-Wertung belegt die Schweiz mit 10,49 Strafpunkten den enttäuschenden 13. Rang. In Führung liegt Deutschland mit 3,48 Minuszählern vor Belgien (3,69) und den USA (4,85). Auf den letzten Olympia-Qualifikationsplatz hat die Equipe von Peter van der Waaij 2,8 Punkte Rückstand. Bleiben die USA in den Top 8, reicht der 8. Rang für das Olympia-Ticket.
Ab Donnerstag gilt es nun, das Feld von hinten aufzurollen, vor allem aber sich in den Top Ten zu halten, um im Final am Freitagabend dabei zu sein. Bereits vor zwei Jahren an den Olympischen Spielen in Paris hatte die Schweiz als Medaillenkandidat die Top Ten verpasst.
Am Donnerstag und Freitag steht je eine Prüfung im gängigen Modus an: Ein Abwurf gibt 4 Strafpunkte, drei der vier Paare kommen in die Wertung. Noch ist für die Schweiz nichts verloren, nun müssen aber zwingend Nullfehler-Ritte her.
Im Einzel liegt der Franzose Julian Epaillard mit Fringan in Führung. Der meistgenannte Favorit auf den WM-Titel, der Deutsche Richard Vogel, kam mit United Touch hingegen nicht fehlerfrei durch und muss mit dem 46. Zwischenrang vorliebnehmen.