Roman Bürkis schmerzhafter Cupsieg
Roman Bürki ist auch in den USA Cupsieger. Der Berner gewinnt mit St. Louis City dank einem Finalerfolg gegen Columbus Crew die Trophäe im US Open Cup.
Für Bürki, vor vier Jahren von Borussia Dortmund zum Verein im Staat Missouri gewechselt, war es im Stadion des Gegners ein Triumph mit Schmerzen. Der Mitte November 36-jährig werdende Torhüter, der Captain des Teams, musste sich nach 78 Minuten wegen einer Kopfverletzung auswechseln lassen. Er war mit dem Kopf gegen das Knie eines Gegenspielers gestossen; Bürki wurde mit der Bahre abtransportiert und in ein Spital überführt. Beim Verlassen des Spielfelds war er bei Bewusstsein und konnte sich bewegen.
Die folgenschwere Szene ereignete sich kurz nachdem Bürki in einer Eins-zu-Eins-Situation glänzend reagiert und seine Mannschaft vor einem Gegentreffer bewahrt hatte. Tore fielen in der regulären Spielzeit und auch in der Verlängerung keine, so dass das Penaltyschiessen die Entscheidung bringen musste.
Da machte sich Ben Lundt, Bürkis Vertreter, zum Helden. Der Deutsche parierte zum Auftakt den Versuch des Uruguayers Santi Rodriguez und legte so die Basis zum ersten Titelgewinn seines Vereins. Die vor sieben Jahren gegründete Franchise nimmt nach verzögertem Verfahren, bedingt durch die Corona-Pandemie, seit drei Jahren an der Meisterschaft in der Major League Soccer teil.
Bürki gewann zum vierten Mal einen Cup-Wettbewerb. Mit Borussia Dortmund holte er die Trophäe vor neun und vor fünf Jahren. Bereits 13 Jahre liegt der Triumph mit den Grasshoppers zurück.
Den US Open Cup gibt es seit 112 Jahren. Er ist damit der älteste Wettbewerb im amerikanischen Fussball.