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Sinner gewinnt in Wimbledon zum zweiten Mal

Keystonr

Jannik Sinner verteidigt seinen Titel beim Rasen-Grand-Slam-Turnier in Wimbledon erfolgreich. Im Final gewinnt er gegen den lange sehr starken Alexander Zverev 6:7 (7:9), 7:6 (7:2), 6:3, 6:4.

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Energisch zum zweiten Wimbledontitel: Jannik Sinner © KEYSTONE/AP/Kin Cheung

Der Deutsche Alexander Zverev überzeugte nach seinem ersten Grand-Slam-Sieg in Paris vor einem Monat auch in seinem ersten Wimbledonfinal. Doch der Weltranglistenerste nutzte Sinner seine Chancen besser. Nach dreidreiviertel Stunden sicherte sich der 24-jährige Italiener seinen fünften Major-Titel, den ersten in diesem Jahr.

Es dauerte über zweieinhalb Stunden, ehe einem der beiden Spieler das erste Break gelang. Erst zum neunten Mal in der 139-jährigen Geschichte des Traditionsturniers regnete es während der gesamten zwei Wochen nie. Entsprechend trocken, hart und schnell präsentierte sich der Rasen auf dem legendären Centre Court. Vor allem Zverev schlug über weite Strecken grossartig auf.

Am meisten ärgern dürfte er sich über die Minuten in der Mitte des dritten Satzes. Bei 3:3 kam der 29-jährige Hamburger zu seiner ersten Breakchance überhaupt, verpasste jedoch eine gute Gelegenheit. Es blieb seine einzige im gesamten Match. Gleich im folgenden Game musste er selber erstmals seinen Aufschlag abgeben. Es war die Entscheidung im dritten Durchgang und brachte Sinner mit der 2:1-Satzführung in eine hervorragende Ausgangslage.

Im vierten Satz war es wiederum bei 3:3, als der Südtiroler mit einem Break die Vorentscheidung schaffte. Mit einem Vorhand-Winner nutzte er dann in einer hocklassigen und unterhaltsamen Partie gleich den ersten Matchball.

Die ersten beiden Sätze waren ins Tiebreak gegangen - erstmals seit 2015 zwischen Roger Federer und Novak Djokovic. Im ersten dauerte es bis zum 16. Punkt, ehe der Returnspieler (Zverev) den ersten Punkt zum 9:7 gewann. Im zweiten riss Sinner hingegen schnell eine frühe Führung an sich und glich mit 7:2 klar auf 1:1 Sätze aus.

Mit Sinner kehrte man wieder zum Duopol an der Spitze zurpck. Seit Januar 2024 haben der Italiener und Carlos Alcaraz, der wegen einer Handgelenksverletzung passen musste, zehn von elf Grand-Slam-Turnieren gewonnen. Die Ausnahme war das French Open. Und Zverev nutzte den Schwung seines Sieges in Paris zu seinem mit Abstand besten Wimbledon. Auch wenn ihm am Ende die Krönung mit dem ersten deutschen Wimbledontitel seit Michael Stick vor einem Vierteljahrhundert verwehrt blieb, hat er einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht und könnte "Sincaraz" auch in Zukunft herausfordern. Vorerst überholt er Alcaraz in der Weltrangliste und ist neu die Nummer 2.

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