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HCD: Ein letzter Sieg für die «Mission 32»

Andy

Spiel 6 und der erste Meisterpuck: Gewinnt der HC Davos heute Abend auch das dritte Finalduell in Freiburg gegen Gottéron und nutzt die erste Chance, um die «Mission 32» zu beenden?

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Der HCD braucht nur noch einen Sieg, um den 32. Meistertitel in der Klubgeschichte feiern zu können. © KEYSTONE/Gian Ehrenzeller

31 Meistertitel stehen im Palmarès der Bündner, die damit auch mit Abstand Rekordhalter sind. Die Nummer 2 im ewigen Ranking ist der SC Bern (16 Meistertitel), dahinter folgen die ZSC Lions (11). Der Trophäenschrank ist damit bestens gefüllt, anders als beim Finalgegner Gottéron, der noch nie Meister wurde.

So weit, so gut, doch der HCD machte zuletzt auf dem nationalen Parkett auch schwierige Jahre durch. Der letzte Meistertitel datiert aus dem Jahr 2015, als noch Trainer-Lichtgestalt Arno Del Curto an der Bande stand. Nun trägt in der dritten Saison Josh Holden als Headcoach die Verantwortung und schickt sich an, als Meistertrainer in die HCD-Geschichte einzugehen.

Attraktiv und erfolgreich

Ihn als Trainer zu installieren, war nicht ohne Risiko, da er bei den Fans der Bündner aufgrund seiner Zeit als Spieler alles andere als geschätzt war. Die Bedenken sind nun längst verflogen. Holden überzeugt mit seiner Arbeit, lässt attraktives Eishockey spielen – das zudem auch noch erfolgreich und nicht nur für die Galerie ist. Da fehlt nun nur noch die Krönung. Ein Sieg heute Abend in Freiburg oder am Donnerstag in der Bündner Höhenluft – dann wird der Höhenflug der Davoser mit dem 32. Meistertitel in der Klubgeschichte gekrönt.

Die Perspektiven dafür sind gut. Die Bündner haben die beiden bisherigen Finalduelle in Freiburg 3:1 respektive 1:0 gewonnen und am Sonntag ein Statement abgegeben, als sie daheim einen 0:3-Rückstand nach 15:44 Minuten wegsteckten und am Ende dank eines Overtime-Tores von Adam Tambellini doch noch 5:4 gewannen. Auch hier bewies Coach Holden ein feines Näschen, als er Tambellini gegenüber Brendan Lemieux gab, obwohl sich dieser in den Playoffs als wertvolles Element im Team bewiesen hatte.

Es gibt verschiedene Faktoren, die für den nächsten HCD-Meistertitel sprechen. Die Bündner haben beispielsweise in den bisherigen fünf Finalspielen nicht nur öfter aufs gegnerische Tor geschossen als Gottéron (160 vs. 146), sondern haben auch die grössere Erfolgsquote (8,12 % vs. 7,53 %). Ihr Powerplay ist viel effizienter (22,22 % vs. 11,76 %) und ihr Unterzahlspiel solider, und auch bei den Faceoffs sind sie stärker, gewinnen 52,71 Prozent der Anspiele, was für die Spielentwicklung wertvoll ist. Und last but not least hat Sandro Aeshlimann im Goalie-Duell mit Reto Berra leicht die Nase vorne (92,47 Prozent gehaltene Schüsse vs. 91,88 Prozent).

Aus der Geschichte lernen

Doch die Freiburger geben sich noch lange nicht geschlagen. Der Traum vom ersten Meistertitel in der Klubgeschichte lebt. So sagte Trainer Roger Rönnberg gegenüber den «Freiburger Nachrichten»: «Es war ein paar Minuten lang sehr hart. Schnell aber haben wir uns an frühere Situationen erinnert. Es ist wichtig, aus der Geschichte zu lernen. Weit müssen wir nicht zurückschauen: Im Viertelfinal gegen Rapperswil verloren wir ebenfalls Spiel fünf, lagen in der Serie dadurch 2:3 hinten – und haben am Ende gewonnen. Sich an solche Situationen zu erinnern, hilft, sofort den Schalter umzulegen und nach bitteren Niederlagen gleich wieder nach vorne zu blicken.»

Er jage mit seinem Team einem siebten Spiel nach, Davos versuche, eine Finalissima zu verhindern. «Wir haben am Sonntag eines unserer besten Spiele der Saison gezeigt – 40 Minuten lang. Wenn wir das wiederholen können, diesmal aber 45 oder 50 Minuten, haben wir ein Spiel sieben», so Erfolgstrainer Rönnberg. Und: «Die Leistung in den letzten zwei Spielen war wirklich gut. Es ist so eng zwischen diesen beiden Teams, dass in jedem Match zwei bis drei Situationen über Sieg und Niederlage entscheiden. Meine Message ist klar: Wir müssen mutig sein, und ich weiss, dass die Fans hinter diesem Team stehen werden wie nie zuvor. Ich freue mich sehr auf das nächste Spiel!»

Bleibt für ihn und den ganzen Klub zu hoffen, dass die Freude auch nach dem Spiel noch da ist. Denn die Bündner reisen nicht nur mit einer 3:2-Führung in der Serie und zwei Meisterpucks nach Freiburg, sondern auch mit grossem Selbstvertrauen und dem Willen, die «Mission 32» heute Abend zu beenden.

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