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Trifft der PSV-Fluch nun Atlético und Bayern?

Andy

Atlético hat den Einzug in den Halbfinal am Dienstag gegen Barcelona bereits geschafft, die Bayern wollen heute gegen Real Madrid nachziehen. Doch dass es einem der beiden Klubs zum finalen Triumph reicht, ist äusserst fraglich. Der Grund dafür ist ein Fluch…

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Atlético Madrid hat die Hürde Barcelona übersprungen – aber gelingt es nun auch, den PSV-Fluch zu besiegen? © IMAGO / Xinhua

Aberglaube gehört zum Sport und spielt oftmals mit. Rituale und Glücksbringer sind vielen Athletinnen und Athleten wichtig, um mit einem guten Gefühl in einen Wettkampf zu steigen. Auf der anderen Seite kann es auch mehr oder weniger mysteriöse Zeichen geben, die nichts Gutes ahnen lassen. So ist es in der laufenden Champions League-Saison auch bei Atlético Madrid und dem FC Bayern München – und dies wegen des «Fluches von PSV Eindhoven».

Bis zur Champions League 2024/25 galt die Regel, dass kein Team in der Königsklasse triumphieren kann, das im Verlauf des Wettbewerbs auf den PSV Eindhoven getroffen war. Die Liste von Beispielen, die diesen Fluch unterstreichen, ist einigermassen lang, wie ein Blick auf die vergangenen Finals in der Champions League oder zuvor im Pokal der Landesmeister zeigt.

Die AS Saint-Étienne gewann 1976 im Halbfinal gegen den PSV und scheiterte im Final an den Bayern.

Die Münchner ihrerseits verloren 1987 im Final gegen Porto (man erinnere sich an das legendäre Hackentor von Rabah Madjer!), nachdem sie in der ersten Runde den PSV Eindhoven eliminiert hatten.

1988 traf Benfica Lissabon im Final auf den PSV Eindhoven – und verlor.

1993 gewann die AC Milan in der Gruppenphase gegen die Niederländer 2:0 und 2:1 – und zog im Final gegen Marseille den Kürzeren.

Sieben Jahre später gewann Valencia in der Gruppenphase gegen Eindhoven und musste sich im Final Real geschlagen geben.

2004 erwischte es die AS Monaco, die zwar in der Gruppenphase gegen Eindhoven gewann, im Final aber Porto unterlag.

Im Jahr darauf verlor Milan den dramatischen Final gegen Liverpool nach einer 3:0-Führung noch im Penaltyschiessen – und auch da war der PSV involviert, denn die Italiener hatten im Halbfinal die Niederländer aus dem Weg geräumt.

2007 erreichte Liverpool dank eines Viertelfinalsieges gegen Eindhoven die Halbfinals – und unterlag später im Final der AC Milan.

Vor zehn Jahren war Atlético schon einmal von diesem Fluch betroffen, überstand zwar die Achtelfinals gegen Eindhoven, verlor dann aber im Final das Madrid-Derby gegen Real im Penaltyschiessen.

2019 unterlag Tottenham im englischen Final Liverpool, nachdem die Spurs in der Gruppenphase gegen PSV einmal gewonnen und einmal remis gespielt hatten.

Und 2024 warf Borussia Dortmund die Holländer im Achtelfinal aus dem Wettbewerb und verlor den Final gegen Real Madrid.

Die Premiere von PSG

In der vergangenen Champions League-Saison war Paris Saint-Germain dann das erste Team, das in der Königsklasse den Henkelpott in die Höhe stemmte, obwohl es auf dem Weg dahin irgendwann auf PSV Eindhoven traf. Die Franzosen trennten sich damals in der Ligaphase 1:1 von den Holländern, so dass der PSV-Fluch heute folgendermassen gilt: Kein Team, das in der Champions League in einer Saison gegen PSV gewonnen hat, holt am Ende den Titel. In dieser Saison trifft dies von den verbliebenen Teams noch auf Atlético und Bayern zu, was bei den Betroffenen zumindest für ein ungutes Gefühl sorgen kann. Doch am Ende ist es nur Aberglaube und ist auch jeder Fluch da, um gebrochen zu werden.

 

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