48 Länder, 104 Partien, 1248 Spieler – und Manzambi in den Top 75
Am Donnerstag wird die Fussball-WM 2026 mit dem Spiel zwischen Mexiko und Südafrika eröffnet. Es ist die erste von insgesamt 104 Partien der grössten WM der Geschichte. Ein Blick auf Zahlen und Fakten rund um die Mega-WM.
Zum ersten Mal bestreiten insgesamt 48 Nationen die Endrunde. Am Turnier 1998 in Frankreich waren erstmals 32 Mannschaften dabei, nachdem es zuvor maximal 24 gewesen waren. Und nun also diese Mega-WM mit 48 Ländern und insgesamt 104 Partien an 16 Austragungsorten. Elf Stadien stehen in den USA, zwei in Kanada und drei in Mexiko. Die grösste Arena steht 30 Kilometer westlich von Dallas und verfügt über 94'000 Plätze. Im AT&T Stadium werden auch die meisten Spiele ausgetragen: fünf Matches der Gruppenphase, zwei Sechzehntelfinals, ein Achtelfinal und ein Halbfinal. Der Final wird am 19. Juli im MetLife Stadium in East Rutherford (New Jersey), zehn Kilometer Luftlinie von New York City entfernt, gespielt. Das Fassungsvermögen der Arena beträgt 82'500 Fans.
Insgesamt stehen 1248 Spieler in den Kadern der 48 Mannschaften. Der älteste Spieler ist der schottische Goalie Craig Gordon. Der Torhüter von Hearts of Midlothian ist stolze 43 Jahre alt, litt zuletzt an einer Schulterverletzung, ist aber rechtzeitig wieder genesen. Zu den Senioren gehören auch der Portugiese Cristiano Ronaldo, der Mexikaner Guillermo Ochoa, der Kroate Luka Modric und Edin Dzeko (Bosnien und Herzegowina), die alle den 40. Geburtstag bereits hinter sich haben. Allerdings verpasste Dzeko aufgrund einer im März erlittenen und noch nicht gänzlich ausgestandenen Schulterverletzung die letzten beiden Testspiele der Bosnier, doch für das Gruppenspiel gegen die Schweiz am 18. Juni sollte er fit sein.
Senioren und Junioren…
Bei den Mexikanern liegen der älteste und jüngste Spieler am weitesten auseinander. Goalie Guillermo Ochoa feiert am 13. Juli seinen 41. Geburtstag, der offensive Mittelfeldspieler Gilberto Mora ist der jüngste WM-Teilnehmer überhaupt. Beim mexikanischen Startspiel am Donnerstag gegen Südafrika ist er 17 Jahre, 7 Monate und 28 Tage alt. Der jüngste Spieler im Kader der Schweiz ist übrigens Johan Manzambi (20), der älteste Remo Freuler (34). Im Durchschnitt kommen die Kader auf ein Alter von 27,4 Jahren, wobei das Team von Murat Yakin mit 28,3 Jahren etwas älter ist. Die Senioren-Truppen stammen übrigens aus Panama und dem Iran (beide mit einem durchschnittlichen Alter von 30,4 Jahren), die Junioren kommen von der Elfenbeinküste (25,9 Jahre).
Das Fussballportal fussballnationalmannschaft.net hat die am 2. Juni veröffentlichten Kaderlisten der 48 Teams unter die Lupe genommen und weitere spannende Entdeckungen gemacht. So feiern 149 der 1248 Spieler während der WM ihren Geburtstag, fast jeder achte WM-Teilnehmer feiert während des Turniers Geburtstag,. Im Kader der Schweizer stehen aber lediglich zwei Geburtstagskinder: Goalie Marvin Keller wird am 3. Juli 24 Jahre alt, Innenverteidiger Manuel Akanji feiert am 19. Juli, am Tag des WM-Finals, seinen 31. Geburtstag.
Der grösste Spieler des Turniers ist Österreichs Torhüter Florian Wiegele mit 2,05 Metern. Der kleinste Panamas Mittelfeldspieler César Yanis mit 1,60 Metern. Bei den Schweizern sind die beiden Extreme Gregor Kobel (1,96 m) und Fabian Rieder und Ruben Vargas (beide 1,79 m). Im Schnitt messen die Profis 1,83 Meter – und die Schweizer 1,85 Meter.
Wie immer ist natürlich auch die Erfahrung ein Kriterium. Insgesamt am meisten Länderspiele haben die Spieler von Kroatien bestritten – mit 2479 Matches liegen sie vor Argentinien (2359) und Portugal (2317). Die Schweiz belegt mit 2087 Länderspielen Rang 7. Auf die meisten Einsätze an WM-Endrunden kommen die Argentinier (122) vor Portugal (98) und Frankreich (82), während die Schweiz mit 72 WM-Spielen den sechsten Platz belegt. Am meisten WM-Spiele überhaupt hat bislang Lionel Messi (26) bestritten, dahinter folgen Lothar Matthäus (25), Miroslav Klose (24), Paolo Maldini (23) und Cristiano Ronaldo (22). Die Schweizer mit den meisten WM-Spielen sind Granit Xhaka, Ricardo Rodriguez und Xherdan Shaqiri (alle 12). Gleichzeitig steht dieses Trio auch in den Rekordbüchern der Schweiz ganz oben, wenn es um Länderspiele geht: Xhaka (146), Rodriguez (138), Shaqiri (125).
Wertvolle Franzosen
Die WM-Teilnehmer mit den höchsten Marktwerten sind der Spanier Lamine Yamal und der Norweger Erling Haaland (beide 200 Mio. Euro) sowie der Franzose Kylian Mbappé (180 Mio.). Der am höchsten bezifferte Schweizer ist Johan Manzambi (50 Mio.) der gemeinsam mit ein paar anderen Spielern in der Hitliste Rang 72 belegt; die Nummer 2 im Team ist Goalie Gregor Kobel (40 Mio. Euro).Das wertvollste Team stellen die Franzosen (1,52 Milliarden) vor England (1,36) und Spanien (1,22) – die Schweiz belegt mit 332,5 Millionen Euro Position 20.
200 der 1248 WM-Teilnehmer stehen bei englischen Klubs unter Vertrag, wobei der Grossteil von ihnen(162) in der Premier League seine Brötchen verdient. Es folgen die Bundesliga (100), LaLiga (80), die Ligue 1 (78) und die Serie A (66). Zehn WM-Teilnehmer spielen normalerweise in der Super League, dazu kommen Goalie Melvin Mastil (Algerien) von Challenge-Ligist Stade Nyonnais und YB-Talent Keeto Thermoncy (Haiti), der für die U21 der Young Boys in der Promotion League spielt. Am meisten WM-Teilnehmer stellt Manchester City (19) vor Bayern München (17), Arsenal (16) und PSG (15). Bemerkenswert ist, dass Al-Hilal aus der Saudi Pro League mit zwölf Profis einen WM-Fahrer mehr stellt als die englischen Schwergewichte FC Liverpool und Manchester United.