Top-Transfers: Die Engländer werfen mit Millionen um sich
Die Fussball-WM 2026 ist Geschichte, nun blicken die Fans wieder auf die nationalen Ligen – und natürlich auf den Transfermarkt. Und da hat sich schon einiges getan, wie ein kurzer Überblick zeigt.
Den teuersten Zuzug hat bislang Manchester City getätigt. Der englische Vizemeister hat für die Mission, Arsenal wieder von der Spitze zu verdrängen, Anfang Juli die Verpflichtung von Elliot Anderson bekannt gegeben. Umgerechnet 135 Millionen überweisen die Citizens für den Mittelfeldspieler an Nottingham Forest, den Arbeitgeber von Dan Ndoye. Anderson ist englischer Nationalspieler und kam an der WM in allen Spielen zum Einsatz, blieb aber ohne Tor. Er sucht nicht das Rampenlicht, überzeugt aber mit Taten. Er gewann letzte Saison in der Premier League am meisten Zweikämpfe und hatte die meisten Ballkontakte aller Spieler.
Nun also dieser historische Transfer: Denn noch nie war ein englischer Spieler in der Premier League teurer. Im Sommer 2021 hatte ebenfalls Manchester City so richtig tief in die Tasche gegriffen und Jack Grealish für 118 Millionen Euro von Aston Villa losgeeist. Doch lange wird Anderson nicht an der Spitze liegen: Offiziell ist der Wechsel von Morgan Rogers von Aston Villa zu Chelsea zwar noch nicht bestätigt worden, doch mehrere Medienberichte gehen übereinstimmend davon aus, dass die Ablöse für den Offensivspieler noch eine Million höher ist als jene für Anderson.
Tief in die Tasche greift auch Tottenham. Die Spurs, die in der vergangenen Saison nur knapp dem Abstieg entgingen, haben den defensiven Mittelfeldspieler Sandro Tonali aus Newcastle losgeeist und mit einem Vertrag bis 2032 ausgestattet. Tottenham lässt sich das Engagement des Italieners einiges kosten – die Ablösesumme liegt bei stolzen 108 Millionen Euro. Damit aber nicht genug: Mit Mateus Fernandes hat Tottenham einen weiteren grossen Transfer getätigt: Der Portugiese wechselt von West Ham zu Tottenham, hat einen Vertrag bis 2031 unterschrieben. Die Ablösesumme für den 22-jährigen zentralen Mittelfeldspieler? 99 Millionen Euro!
Zwei Rekorde für Manzambi
Nicht überraschend, aber auffallend ist, dass einmal mehr die finanziell potenten Klubs aus der Premier League mit den Millionen um sich werfen. Der französische Innenverteidiger Jérémy Jaquet zieht für umgerechnet 64 Millionen von Rennes zu Liverpool, der Niederländer Jan Paul van Hecke für 60 Millionen von Brighton zu Tottenham. Es ist dieselbe Summe, die als Mindestablöse für den Wechsel des Schweizer Shootingstars Johan Manzambi vom SC Freiburg zu Aston Villa gehandelt wird. Damit knackte der Genfer übrigens gleich zwei Rekorde: Er ist der bis heute teuerste Schweizer Fussballer und auch der Rekordtransfer von Bundesligist Freiburg.
Viel Geld fliesst aber auch in Italien und Spanien: Der FC Barcelona verpflichtete trotz fast chronischer finanzieller Probleme den englischen Nationalspieler Anthony Gordon und überweist für den Linksaussen, der lange auch auf der Wunschliste von Bayern München stand, 80 Millionen Euro aufs Konto von Newcastle. Die AC Milan sicherte sich die Dienste des Portugiesen Gonçalo Ramos, der zuletzt für Paris Saint-Germain auf Torejagd gegangen ist, im Pariser Starensemble aber weit von einem Stammplatz entfernt war. Und auch an der WM kam er für Portugal nur zu 34 Spielminuten, erzielte aber im Sechzehntelfinal gegen Kroatien den entscheidenden Treffer zum 2:1-Sieg.
Unter den zwölf Spielern, für die bislang mehr als 50 Millionen Euro bezahlt wurden, ist Marc Cucurella der einzige amtierende Weltmeister. Der Mann mit dem wehenden Haar wechselt für 55 Millionen Euro von Chelsea zurück in die Heimat zu Real Madrid. In den kommenden Wochen werden aber weitere Top-Transfers folgen und massenhaft Millionen fliessen und den Besitzer wechseln. Schliesslich schliesst das Sommertransferfenster in den europäischen Top-Ligen erst am 31. August respektive 1. September.