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Schweizer auf dem Spielerbazar: Rekordmann Manzambi – Freuler vor Wechsel nach Saudi-Arabien?

Andy

Die Fussball-WM ist Geschichte, der Fokus liegt nun wieder auf den einzelnen Klubs – und auf dem Transferkarussell, das nun immer mehr Fahrt aufnimmt. Teil dieses Marktes, auf dem mit Millionen jongliert wird, sind auch Schweizer Nationalspieler.

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Johan Manzambi war an der WM kaum zu stoppen und wurde für seine Leistungen mit einem Transfer zu Aston Villa belohnt. © KEYSTONE / AP Photo/Nick Didlick

Bis zum 31. August respektive 1. September, wenn in den europäischen Top-Ligen das Sommertransferfenster schliesst, herrscht in der Fussballwelt ein emsiges Treiben. Gerüchte bringen Spannung und Unterhaltung mit sich. Lügen und Wahrheiten werden verbreitet. Spieler und Millionen werden verschoben und sorgen je nach Grössenordnung für Staunen, Stirnrunzeln oder im Falle von schier unmoralischen Dimensionen auch für Kopfschütteln. Auf diesem Spielerbazar wurden oder werden auch die Namen einiger Schweizer Nationalspieler gehandelt, wie eine Übersicht zeigt.

Bis zu 70 Millionen für Manzambi

Am gefragtesten war natürlich Shootingstar Johan Manzambi. Der Genfer ist während der abgelaufenen Saison beim SC Freiburg durchgestartet und hat an der WM brilliert. Das hat Begehrlichkeiten geweckt. Lange ging man davon aus, dass er zu Newcastle wechseln würde. Die Premier League ist nun tatsächlich sein neuer Tätigkeitsort. Allerdings nicht Newcastle, sondern Aston Villa, der Tabellenvierte der letzten Saison, der damit auch ein Ticket für die Champions League gelöst hat. Die Engländer lassen sich die Dienste des Schweizers inklusive Bonuszahlungen bis zu 70 Millionen Euro kosten.

Manzambi ist damit der teuerste Schweizer Fussballer der Geschichte. Bisher war dies Granit Xhaka, der 2016 für 45 Millionen von Mönchengladbach zu Arsenal weiterzog. Dan Ndoye wechselte 2025 für 40 Millionen von Bologna nach Nottingham, Ardon Jashari für 36 von Brügge zur AC Milan. Und für Breel Embolo überwies Schalke 2016 den stolzen Betrag von 26,5 Millionen nach Basel.

Ebenfalls bereits fix sind die neuen Arbeitgeber von Cedric Itten und Aurèle Amenda. Stürmer Itten wechselt innerhalb Deutschlands ablösefrei von der in die 3. Liga abgestiegenen Fortuna Düsseldorf in die Bundesliga zu Werder Bremen. Der Basler, der an der WM zu drei Teileinsätzen und 39 Spielminuten kam, hat einen Vertrag bis 2029 unterschrieben. Von Deutschland nach England zieht es Aurèle Amenda. Der 22-jährige Innenverteidiger, an der WM von Murat Yakin nicht eingesetzt, verlässt Eintracht Frankfurt und heuert bei Premier League-Aufsteiger Coventry City an. Die Engländer zahlen laut Medienberichten rund 18 Millionen Euro, wobei Bonuszahlungen in der Höhe von zwei Millionen hinzukommen können. Für Coventry ist Amenda der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte.

Was machen Rodriguez, Cömert und Freuler?

Auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber sind Ricardo Rodriguez, Eray Cömert und wohl auch Remo Freuler. Der Vertrag von Aussenverteidiger Rodriguez bei Betis Sevilla ist ausgelaufen. Nach zwei Jahren in Spanien ist es Zeit für eine neue Herausforderung. Wo diese sein wird, ist offen. «Ich habe in der Bundesliga, in der Serie A und in der LaLiga gespielt. Der nächste Schritt muss gut überlegt sein, nicht nur für mich, sondern auch für meine Familie», sagte Rodriguez vor der WM. Er sei offen für alles und könnte sich vorstellen, in den USA zu spielen, in Spanien zu bleiben oder zurück nach Italien zu gehen. Dubai, Katar, Japan – er schliesse nichts aus. Denkbar ist aber auch eine Rückkehr in die Schweiz, nachdem er vor einem Jahr intensiv mit dem FC Sion verhandelt hatte.

Innenverteidiger Eray Cömert hat sich zuletzt durch gute Leistungen in Valencia in die Nati zurückgespielt und kam an der WM im Viertelfinal gegen Argentinien zu einem halbstündigen Teileinsatz. Sein Vertrag in Spanien ist ausgelaufen, nun befindet er sich auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Gut möglich, dass die nächste Destination in Deutschland liegt; in den letzten Wochen gab es Gerüchte um einen möglichen Wechsel zu Union Berlin oder zu Mainz.

Mittelfeldspieler Remo Freuler steht aktuell ebenfalls ohne Arbeitgeber da, nachdem sein Vertrag bei Bologna geendet hat. Die Italiener sollen Interesse daran haben, mit dem 34-Jährigen zu verlängern, als möglicher neuer Klub wurde auch schon die AS Roma gehandelt. Realistisch ist allerdings, dass Freuler an einem ganz anderen Ort landet. In den letzten Tagen gab es Gerüchte, wonach er vor einem Wechsel nach Saudi-Arabien stehe. Der Klub: SC Neom, der mit Lausanne-Sport zusammenarbeitet, und bei dem unter anderem der Franzose Alexandre Lacazette spielt. Mit dem griechischen Spitzenklub Olympiakos Piräus ist nun aber eine weitere Möglichkeit ins Gespräch gekommen.

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Verteidiger Nico Elvedi überzeugte an der WM und dürfte wohl in Zukunft in der Premier League verteidigen.

Begehrter Elvedi

Die Verträge der restlichen Schweizer WM-Fahrer laufen weiter, was aber nicht automatisch heisst, dass auch ihre Zukunft geregelt ist. Verteidiger Nico Elvedi hat eine sackstarke WM gespielt und viel Interesse auf sich gezogen. Die heisseste Spur führt aktuell zu Leeds United, wo mit Daniel Farke ein Ex-Trainer von Elvedi tätig ist und der Innenverteidiger auf seinen Nati-Kollegen Noah Okafor treffen könnte. Ein erstes Angebot der Engländer hat Gladbach zwar abgelehnt, doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Eine Luftveränderung strebt auch Mittelfeldspieler Michel Aebischer an, nachdem er mit Pisa in die Serie B abgestiegen ist. «Meine Berater machen das gut und wir schauen nach der WM», sagte Aebischer nach dem Sieg gegen Algerien im WM-Sechzehntelfinal. Cagliari, Augsburg und der HSV wurden in den letzten Wochen als Interessenten genannt, konkret ist aber noch nichts. Wechselgerüchte gab es auch um Ruben Vargas, der an der WM ebenfalls überzeugt hat. Die türkischen Klubs Besiktas und Trabzonspor wurden schon als neue Arbeitsorte genannt, aber auch die Premier League-Klubs Brighton & Hove Albion und West Ham. Sein aktueller Klub Sevilla hat finanzielle Probleme, was zudem für einen Transfer des Offensivspielers spricht, der an der WM seinen Marktwert auf den persönlichen Höchststand von 15 Millionen Euro gesteigert hat.

Um Xhaka ist Ruhe eingekehrt…

Auszuschliessen ist ein Wechsel auch nicht bei YB-Goalie Marvin Keller, Stürmer Zeki Amdouni, der sonst mit Burnley in der Championship spielen müsste, oder Breel Embolo, um den sich immer wieder mal Gerüchte um Saudi-Arabien ranken und der so die persönliche Vermögensbildung weitertreiben könnte. Djibril Sow könnte dem klammen FC Sevilla wie Ruben Vargas einen Millionensegen bescheren. Dan Ndoye hatte in England ein schwieriges Jahr und verfügt in Italien nach wie vor über einen guten Namen. Und auch bei Gregor Kobel ist ein Transfer nie ganz auszuschliessen, aktuell ist es um den Goalie aber ruhig. Still geworden ist es ebenfalls um Granit Xhaka, nachdem während der WM ein möglicher Wechsel zu Chelsea für Schlagzeilen gesorgt hatte. Oder verlässt der Nati-Captain Sunderland am Ende doch noch – und ist es nur die Ruhe vor dem Sturm?

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