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Aufgefallen: Drei Erkenntnisse aus dem Nati-Test vs. Jordanien

Patrick

Mit 4:1 besiegt die Schweizer Nationalmannschaft gestern Sonntag die FIFA-Weltnummer 63 aus Jordanien. Ein Ergebnis, dass zwölf Tage vor dem WM-Auftakt gegen Katar Grund zum Optimismus bietet, jedoch nicht überbewertet werden sollte. Drei Erkenntnisse vom letzten WM-Test auf heimischen Boden.

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Den Torhüter links verladen und rechts einschieben: Torschütze Breel Embolo beim 1:0 für die Schweiz via Elfmeter © Keystone / Peter Schneider

Test-Fest

Die Torhüter Nr. 2 (Yvon Mvogo) und Nr. 3 (Marvin Keller)? Geprüft und im Fall von Lorient-Legionär Mvogo tatsächlich auch getestet. Denis Zakaria (als rechter Teil einer Schweizer Dreierabwehr), Johan Manzambi (RM) und Silvan Aebsicher (LM) allesamt in der Startaufstellung? Ein Variante, in der zumindest gestern alle drei Akteure ein paar Pluspunkte sammeln konnte. Breel Embolo als Alternative vom Elfmeterpunkt? Souverän. Das mittlerweile fast schon gewohnte Durchwechseln nach der Pause? Noch immer ebenso gewöhnungsbedürftig wie verbesserungswürdig. Zum Schluss des Tests gegen Jordanien bereiteten sich die Schweizer ungewollt sogar noch auf die im nordamerikanischen Sommer nicht aussergewöhnliche Eventualität vor, ein Spiel witterungsbedingt unterbrechen und nach einer Pause beenden zu müssen. Soll noch einer sagen, man hätte nicht auf jedes Detail geachtet.

 

VARologie

Erstmals kam er in Minute 24 zum Einsatz. Dann erneut kurz vor der Pause und schliesslich nach 56 Minuten, als ein Schuss von Rennes-Legionär Musa Tamari vermeintlich von Silvan Widmers Arm abprallte. Die Rede ist natürlich vom Video Assistant Referee – kurz VAR – der gestern in St. Gallen einen ziemlich beschäftigten Nachmittag erlebte. Sehr zum Missmut von SRF-Kommentator Sascha Ruefer, der sich rund um die Szene vor dem Schweizer 1:0 zur einen oder anderen nicht korrekten Äusserung hinreissen liess. War es ein Foul von Jordaniens Torhüter Yazeed Moien Abdulaila an Nati-Crack Remo Freuler? Ja. Half der Bologna-Söldner dabei sprungkräftig mit? Mit Sicherheit. Entsprechend war es auch nicht ganz unverständlich, dass der norwegische Spielleiter Rohit Saggi im ersten Moment auf «weiterspielen» entschied. VAR-Szene Nr .2 war ähnlich zweideutig, einzig beim dritten Eingriff hätte Saggi den Schuss in Widmers auf dem Rücken angelegten Ellenbogen eventuell direkt sehen müssen. Dass der TV-Kommentartor diese Szene im ersten Augenblick eher als Elfmeter beurteilte, passte zum Nachmittag, der nicht zu Ruefers Sternstunden am Mikrofon gehören dürfte.

 

Torhüterland

Kein Gregor Kobel? Kein wirklich spielentscheidendes Problem. Zum zweiten Mal innert weniger Monate zeigte Back-Up Yvon Mvogo nämlich, dass auf ihn Verlass ist. Während der BVB-Keeper krankheitsbedingt passen musste, nutzte der gebürtige Kameruner die erneute Spielgelegenheit, um sich u.a. nach Granit Xhakas potentiell fatalem Fehlpass auszuzeichnen. Ganz allgemein gibt einem der Blick auf das Schweizer Torhütertrio (zu dem noch Marvin Keller gehört) ein gutes Gefühl hinsichtlich WM, wo die Schweizer nach Benaglio und Sommer wohl abermals auf einen Rückhalt von internationalem Format zählen dürfen. Das können andere Nationen wie Jordanien, wo Keeper Abudulaila gestern bei zwei der vier Gegentore (Stellungsspiel) nicht überzeugte, nicht von sich behaupten. Eine Konstellation, wie sie der Schweiz auch in der WM-Vorrundengruppe A zum Vorteil gereichen könnte, wo eigentlich nur Bosnien-Herzegowina (Nikola Vasilj) über einen Torhüter verfügt, der sich auf höherem Niveau (Bundesliga mit St. Pauli) schon hat beweisen können.

 

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