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Bundesliga-Stresstest: Letzter Spieltag verspricht Hochspannung im Quadrat

Patrick

Ist es ein Fiebertraum? Nein, es ist der 34. und letzte Spieltag der Bundesliga und der 2. Liga, an dem es in 15 von 18 Erst- und Zweitligaduellen tatsächlich noch um etwas geht. Dabei im Angebot: Champions League, Conference League, Bundesliga Auf- und Abstieg und natürlich der monumentale Abstiegskampf in der 2. Bundesliga, der gleich einen Drittel aller Teams vereinnahmt. Wer, warum, gegen wen und wann – wir fassen vor dem Saisonfinale kurz zusammen und wagen auch den einen oder anderen Tipp.

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Wenn der Eindruck täuscht: Heidenheim (in blau Marvin Pieringer) liegt vor dem letzten Spieltag plötzlich wieder im Rennen um den Klassenerhalt © IMAGO / HMB Media

Der Kampf um den finalen CL-Platz

Auf dem Bundesliga-Podest (Bayern, Dortmund, Leipzig) ist alles klar, direkt darunter tobt jedoch ein intensiver Dreikampf um den finalen Platz in der nächstjährigen Königsklasse. Die Kandidaten: Der VfB Stuttgart (Rang 4, 61 Pkt, +22), die TSG Hoffenheim (Rang 5, 61 Pkt., +17) und Bayer Leverkusen (Rang 6, 58 Pkt., +21). Unser Tipp: Der VfB macht das Rennen und kann seinen knappen Vorsprung gegenüber den Kraichgauern über die Ziellinie retten – trotz oder gerade wegen des Auswärtsspiels in Frankfurt, wo Stimmung und Form (4 Punkte aus den letzten 5 Partien) gleichermassen im Keller sind. Bitter ist das für Hoffenheim, dass die voraussichtlich entscheidenden Punkte im Direktduell vor zwei Wochen (3:3) trotz Überzahl noch abgab.

 

Wer darf noch nach Europa?

Merci beaucoup FC Bayern und VfB Stuttgart: Dank den beiden Pokalfinalisten ist bereits seit einigen Wochen klar, dass die Bundesliga nächste Saison sieben Teams in die europäischen Wettbewerbe entsenden darf. Noch unklar ist, wer denn das gesuchte siebte Team sein wird. In der Pole Position: Europa-League-Finalist SC Freiburg (Rang 7, 44 Pkt., -9), dicht gefolgt von der allerdings formschwachen Frankfurter Eintracht (Rang 8, 43 Pkt., -4) und dem so schwach in die Saison gestarteten FC Augsburg (Rang 9, 43 Punkte, -12). Unser Tipp: Die formstarken Fuggerstädter mit „Trainer-Notlösung“ Manuel Baum machen das Rennen. Sie holen sich bei Union Berlin die Punkte Nr. 12, 13 und 14 in den letzten sechs Runden und profitieren gleichzeitig davon, dass der SC Freiburg (vs. RB Leipzig) und auch Frankfurt (vs. Stuttgart) nicht gewinnen. Bleibt eigentlich nur noch eine Frage: Lag Sandro Wagner bei der Einschätzung des Augsburger Potentials Anfang Saison evtl. doch gar nicht so falsch?

 

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Augen zu und durch: Der Sieger des Duells zwischen St. Pauli und Wolfsburg (in grün) hat gute Chancen, auch nächste Saison in der Bundesliga zu spielen (IMAGO / Claus Bergmann)

Wer muss runter?

63 Spielzeiten alt ist die Bundesliga mittlerweile, doch eine Konstellation wie die Aktuelle, hat sie in all diesen Jahren noch nie erlebt. Denn im Tabellenkeller bangen mit dem VfL Wolfsburg (Rang 16, 26 Pkt, -26), Heidenheim (Rang 17, 26 Pkt., -29) und dem FC St. Pauli (Rang 18, 26 Pkt., -29) gleich drei punktgleiche Teams um den Ligaerhalt. Die besten Karten? Halten vielleicht die Wolfsburger Wölfe mit Diego Benaglio (Aufsichtsrat) und Primin Schwegler (Sportdirektor) in den Händen, da sie mit einem Sieg im Direktduell mit St. Pauli vermeintlich alles klar machen können. Aber was, wenn dem wundersamen 1. FC Heidenheim im Heimspiel gegen die bereits geretteten Mainzer ein klarer Sieg gelingt? Drei Tore müsste die Mannschaft von Kult-Trainer Frank Schmidt gegenüber den Niedersachen aufholen, sofern diese in Hamburg überhaupt reüssieren. Und St. Pauli? Hat nahezu die identische Ausgangslage und die Chance, mit einem einzigen Sieg die letzten schwachen Wochen (1 Punkt aus 5 Spielen) vergessen zu machen. Eine Prognose? Eigentlich unmöglich.

 

Der Aufstieg: Wer will und kann?

Nahezu identisch zum Abstiegskampf der Bundesliga präsentiert sich die Lage im Aufstiegsrennen der 2. Liga. Auch im Unterhaus liegen mit der SV Elversberg (Rang 2, 59 Pkt., +22), Hannover 96 (Rang 3, 59 Pkt., +16) und dem FC Paderborn (Rang 4, 59 Pkt., +12) drei Klubs quasi gleichauf, wobei zwei Dinge ziemlich klar sind: Die Spielvereinigung aus der saarländischen Kleinstadt (knapp 7'500 Einwohner) kann sich auf dem Weg zur erstmaligen Promotion ins Oberhaus nur selber schlagen (Gegner ist der abgestiegene Tabellenletzte Preussen Münster) und allen drei Aufstiegskandidaten flattern derzeit kräftig die Nerven (zwei Punkte aus drei Spielen am letzten Wochenende). Und weil den Paderbornern (zu Gast in Darmstadt) zuletzt ohnehin ein wenig die Puste ausging (seit vier Spielen kein Sieg), ist unser Tipp ziemlich logisch: Elversberg wird am Sonntag Bundesligist und Hannover 96 (Heimspiel gegen Nürnberg) sichert sich den Platz in der Relegation.

 

IMAGO_Jan Huebner_Für Jubel noch zu früh_Cedric Itten und Fortuna Düsseldorf brauchen im Abstiegskampf noch mindestens einen Punkt
Cedric Itten und Fortuna Düsseldorf möchten am Sonntag über den Sieg bei Mitkonkurrent Fürth und den Ligaerhalt jubeln (IMAGO / Jan Huebner)

Aus Sechs mach Zwei

Quizfrage: Was haben der FC Magdeburg (Rang 12, 39 Pkt., -5), Dynamo Dresden (Rang 13, 38 Pkt., 0), Eintracht Braunschweig (Rang 14, 37 Pkt., -17), Fortuna Düsseldorf (Rang 15, 37 Pkt., -17), Arminia Bielefeld (Rang 16, 36 Pkt., -3) und Greuther Fürth (Rang 17, 34 Pkt., - 22) gemeinsam? Sie alle können sich am 34. und letzten Spieltag der 2. Bundesliga sowohl den definitiven Ligaerhalt sichern, als auch noch absteigen. Wobei der direkte Abstieg zumindest für die beiden ostdeutschen Traditionsvereine aus Magdeburg und Dresden keine Bedrohung mehr darstellt und es überraschen würde, müsste einer der Beiden in der kommenden Woche noch in die Verlängerung (sprich Relegation). Viel gefährlicher ist da die Ausgangslage für die SpVgg Greuther Fürth mit den «Schweizern» Heiko Vogel, Jan Elvedi, Sayfallah Ltaief und Aaron Keller, die am letzten Spieltag zwingend auf drei Punkte angewiesen ist, wenn sie noch eine Chance auf den Ligaerhalt haben möchte. Das Glück der Kleeblätter: Im Direktduell mit Cedric Itten und Fortuna Düsseldorf bietet sich den Franken die Gelegenheit mit einem klaren Sieg (drei Tore) zumindest die Fortunen mit 100 prozentiger Sicherheit zu überholen und sich somit zumindest den Relegationsplatz zu sichern. Aber auch für die Rheinländer müsste eine solche Niederlage noch nicht zwingend das Ende aller Hoffnungen bedeuten. Verlieren nämlich Bielefeld (gegen Hertha BSC) und Braunschweig  (müsste auf Schalke höher verlieren als Düsseldorf in Fürth) ihre Partien, dürfen sich die Fortunen dennoch beim Fussballgott bedanken. Wen es am Ende treffen wird? Greuther Fürth und Braunschweig, wobei die Eintracht in der Relegation noch eine zweite Chance bekommen wird.

 

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