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Die Ruhe vor dem finalen Transfersturm?

Andy

In den letzten Tagen ging die Anzahl grosser Transfers zurück. Ist es die Ruhe vor dem grossen Sturm? Bis zum 31. August respektive 1. September, wenn in den europäischen Top-Ligen das Sommertransferfenster schliesst? Oder bis zum 4. September, wenn auch in der türkischen Süper Lig der Spielerbazar schliesst?

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Weiterhin Atlético, Barcelona oder Arsenal? Noch ist nicht klar, wo Julian Alvarez in Zukunft stürmt. © IMAGO / NurPhoto

Die grossen Deals wurden schon vor längerer Zeit getätigt. Allen voran Morgan Rogers und Elliot Anderson, die für 138 Millionen Euro respektive 135 Millionen Euro von Aston Villa (Rogers) beziehungsweise Nottingham Forest (Anderson) zu Chelsea und Manchester City weitergezogen sind. Neben diesem Duo haben noch zwei weitere Spieler die 100-Millionen-Grenze geknackt: Yan Diomande (für 125 Millionen von RB Leipzig zu Real Madrid) und der Italiener Sandro Tonali, der für 108 Millionen Euro von Newcastle zu Tottenham gewechselt hat.

Wo landet Sancho?

Ob es in diesem Sommer noch weitere Transfers in dieser Grössenordnung gibt, ist zu bezweifeln. Aber es sind noch einige namhafte Spieler auf dem Markt, die als Restposten vielleicht günstig zu haben sind. Angefangen bei Jadon Sancho, dessen Zeit bei Manchester United abgelaufen ist und der mit einem Marktwert von 18 Millionen Euro aktuell der wertvollste arbeitslose Spieler ist. Zuletzt wurde der Engländer mit seinem Ex-Klub Dortmund, aber auch mit Atlético sowie den türkischen Vereinen Samsunspor und Besiktas in Verbindung gebracht. Gut möglich, dass er am Ende in der Türkei landet, da sich die Klubs aus der Süper Lig noch auf Einkaufstour befinden und sich gerne mit grossen Namen wie Mohamed Salah (Trabzonspor), Mason Greenwood, Sikiki Chérif, Vedat Muriqi und Romelu Lukaku (alle Fenerbahçe) oder auch Dusan Vlahovic, Alexander Nübel und Leandro Trossard (alle Besiktas) schmücken.

Noch auf dem Markt, aber so gut wie vergeben ist Ex-Bayern-Star Leon Goretzka, der bei Aston Villa den Medizincheck absolviert und Teamkollege von Johan Manzambi wird. Immerhin sieht es bei den Bayern nun danach aus, dass sie zwei Ladenhüter von der Payroll bekommen. João Palinha dürfte bei Benfica Lissabon landen, Bryan Zaragoza bei Espanyol. Und vielleicht findet sich ja auch für Sacha Boey noch ein Abnehmer.

Der Poker um Alvarez

In einer anderen Preisklasse bewegt sich Atlético-Stürmer Julian Alvarez. Der Argentinier möchte zu Barcelona weiterziehen, doch sein Arbeitgeber, bei dem er bis 2030 unter Vertrag steht, will ihn nicht an den spanischen Meister verkaufen – könnte aber bei einem anderen Klub schwach werden, wenn dieser mehr als 150 Millionen Euro bezahlt. Schlägt am Ende Arsenal noch zu? Der Poker läuft.

In trockenen Tüchern ist mittlerweile der Wechsel von Breel Embolo von Rennes in die MLS zu Atlanta United. Die Ablösesumme für den Stürmer soll rund 15 Millionen Euro betragen. «Es war ein langer Prozess. Als sie mich das erste Mal kontaktierten, war ich ehrlich gesagt noch nicht bereit. Aber die Wertschätzung und das Verlangen, mich unbedingt verpflichten zu wollen, waren vom ersten Tag an riesig», verriet Embolo nun. Je länger er darüber nachgedacht habe, desto greifbarer sei die Option geworden. Nach den Ferien sei die Entscheidung schliesslich leicht gefallen.

Ein heisser Kandidat für einen Wechsel ist auch Ruben Vargas. Er wurde beim FC Sevilla am Wochenende aus dem Kader fürs Meisterschaftsspiel gegen Bilbao gestrichen, um keine Verletzung zu riskieren, die seinen Transfer noch verhindern könnte. Aktuell wird der Offensivspieler mit einem Marktwert von 15 Millionen Euro mit Olympiakos Piräus und einigen englischen Klubs in Verbindung gebracht. Wohin zieht es ihn nun?

Weiterhin offen ist die Zukunft der aktuellen oder ehemaligen Schweizer Nationalspieler Ricardo Rodriguez, Vincent Sierro und Kevin Mbabu, die vereinslos dastehen. Wann und wo kommen sie jetzt noch unter?

Die kommenden Tage werden viele Antworten auf offene Fragen liefern. Das Transferkarussell wird wieder richtig Schwung aufnehmen, wenn es in Richtung Ende des Sommertransferfensters geht. Die Uhr tickt, die Spannung steigt.

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